Austria

Neue Corona-Verordnung: Gesichtsschilde sollen verboten werden

Dem KURIER liegt ein Entwurf der Verordnung vor, die am Freitag in Kraft treten soll. Die Schilde, die vor allem in der Gastronomie beliebt sind, seien nicht geeignet, Aerosole zu hemmen, wird begründet.

von Raffaela Lindorfer, Elisabeth Hofer

Angezweifelt wird ihre Wirksamkeit schon lange, jetzt schafft die türkis-grüne Regierung Fakten: Gesichtsschilde - so genannte "Faceshields" - sollen nicht mehr als tauglicher Mund-Nasen-Schutz anerkannt und deshalb verboten werden.

So steht es im Entwurf jener Verordnung des Gesundheitsministeriums, die am Freitag in Kraft treten soll. Dem KURIER liegt der Entwurf samt Erläuterungen vor.

Der Gesetzestext wird dem Begriff "abdeckend" die Wortfolge "und eng anliegend" angefügt. Überall, wo in Österreich Maskenpflicht herrscht, dürfen also keine Gesichts- oder Kinnschilde mehr verwendet werden.

"Nicht zur Verhinderung geeignet"

In den Erläuterungen heißt es: "Hintergrund ist eine verdichtete Evidenz, nach der insbesondere 'Face Shields' keine den klassischen Masken vergleichbare aerosolhemmende Wirkung haben." Dazu gebe es im Verordnungsakt auch eine dokumentierte Studie, wird angemerkt.

Und weiter: "Mechanische Schutzvorrichtungen wie 'Face Shields' oder (umso mehr) 'Mini Face Shields' haben sich somit als nicht zur Verhinderung der Verbreitung von Covid-19 geeignet erwiesen und sind daher nunmehr verboten."

Mit "Mini Face Shields" sind die Kinn-Schilde gemeint, die vor allem in der Gastronomie bei Kellnern sowie im Einzelhandel wegen ihres Tragekomforts beliebt sind.

Im Gesundheitsministerium will man den Entwurf nicht kommentieren. Man sei noch in der Endabstimmung, heißt es gegenüber dem KURIER.

Dass das Gesichtsschild-Verbot von Türkis-Grün diese Woche fixiert wurde, wird dem KURIER am Mittwochabend aber von zwei Quellen bestätigt. Das Verbot tritt allerdings noch nicht - wie der Rest der Verordnung - bereits am Freitag in Kraft. Geplant ist eine kurze Übergangsfrist.

Aufregung gab es am Mittwoch, weil der Entwurf für die Verordnung bereits am Montagabend an die ÖVP-geführten Länder gegangen ist - nicht aber an die SPÖ-geführten Länder.

In Wien, im Burgenland und in Kärnten ist man verärgert, dass sie bei der Abstimmung ausgelassen worden sind (siehe unten).

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