Austria

Neue akustische Sound-Tour am Heldenplatz

Ab 1.Mai kann man auf dem Wiener Heldenplatz akustisch in die Vergangenheit und in die Zukunft reisen.

Man braucht ein Smartphone, Kopfhörer und die App "Sonic Traces" und die Reise kann losgehen. Das hört sich nach einer perfekten Aktivität in Zeiten von Social Distancing an. Wenn man derzeit schon nicht reisen kann, dann wenigstens akustisch.

Die App "Sonic Traces", die in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte gestaltet wurde, bietet mit einmaliger Technologie die Möglichkeit einer neuen Wahrnehmung - das Reisen mit den Ohren. Einerseits gibt es die Möglichkeit die Vergangenheit, nämlich in das Jahr 1848 und die bürgerliche Revolution zu erleben und andererseits eine utopische Darstellung der Zukunft des Jahres 2084.

zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch.Was hört man im Jahr 1848?

Die Revolution im Jahr 1848 war für unsere Rechte als Bürgerinnen und Bürger enorm wichtig. Denn von den damaligen Forderungen profitieren wir noch immer: Rechtsstaat, Mitbestimmung und Freiheit der Einzelnen.

Auslöser waren nicht nur Hunger, Willkür, und Spitzelei, sondern auch die Industrialisierung mit ihren Dampfmaschinen und Telegrafen, die den revolutionären Gedanken anheizten.

Was in dieser Zeit passiert ist, wie Frauen, Studenten und Arbeiter iegten und scheiterten, wie sich Adelige und der Kaiser selbst womöglich verhalten haben, können in einzigartigen akustischen Begegnungen entdeckt werden. Man hört Geschichten und Menschen, die damals rund um den Heldenplatz passierten.

Was passiert im Jahr 2084?

Wahrend die Geschichten aus 1848 auf Wahres basieren, ist die Sound-Reise im Jahr 2084 eine Utopie? Oder? Wir können es hoffen, denn das Bild, welches die App vermittelt ist düster und beunruhigend: Künstliche Intelligenz hat die Regierungstätigkeiten zum Wohle der Menschheit übernommen. Jeder Mensch hat einen persönlichen Assistenten, auch Behüter genannt, im Ohr. Es gibt keine unbeantworteten Fragen mehr.

Der Heldenplatz wird zu diesem Zeitpunkt auch "Platz der freien Gedanken" genannt. Es ist der einzig verbliebene Ort, an dem die persönlichen Assistenten nicht funktionieren. Die Künstliche Intelligenz hat das den Menschen zugestanden, spekuliert aber eigentlich damit, dass sich die Menschen von Furcht erfüllt wieder bereitwillig der Datenkontrolle ergeben. Am Platz der freien Gedanken treiben sich die verschiedensten Gestalten herum. Menschen wie auch Roboter.

Ab 1. Mai am Handy, ab 1. Juli auch im Haus der Geschichte

Die neueste Augmented-Audio-Reality-Technologie von "Sonic Traces" holt Gespräche und Klangkulissen aus der Vergangenheit und der Zukunft ins Heute. Jeder kann sein individuelles Sound-Erlebnis durch Bewegung selbst steuern. Für die Zeitreise braucht es nur die "Sonic Traces"-App auf dem Smartphone und Kopfhörer. Alternativ stellt das Haus der Geschichte ab 1. Juli kostenlos Leihgeräte zur Verfügung.

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