Austria

Nach Verwirrung: Wirte dürfen Speisen nicht zum Abholen anbieten

Mehrere Wiener Lokale boten Kunden an, bestellte Gerichte selbst abzuholen. Das ist aber verboten, wie erst jetzt klar wird.

von Stefanie Rachbauer

Eine der letzten Konstanten des Alltags, die noch übrig ist, ist das Essen. In den vergangenen Wochen sind daher so manche Gastronomen kreativ geworden, um die Wiener trotz der Corona-bedingten Lokalschließungen mit ihren Lieblingsspeisen zu versorgen.

Zum Beispiel die Pizzeria Disco Volante in Mariahilf: Die Betreiber haben im Voraus bezahlte Pizzen auf einem Brett an der Fassade deponiert. Die Kunden konnten sie von dort abholen - ohne Kontakt zu einem Mitarbeiter. Auf dem Gehsteig wurden sogar Markierungen angebracht wird, damit der Mindestabstand eingehalten wird. 

Doch das ist nun Geschichte.

„Ich ersuche euch dringend, jegliches Abholservice, Take Away, Verkauf durch das Fenster oder Türen, aber auch das Abstellen der Speisen und Kassieren vor dem Lokal einzustellen“, schreibt Peter Dobcak, Obmann der Sparte Gastronomie in der Wiener Wirtschaftskammer, auf Facebook. „Die Polizei wird rigoros anzeigen.“

Bisher haben offenbar sowohl Gastronomen, als auch die unterschiedlichen offiziellen Stellen die Verordnung zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 (in der auch die Restaurantschließungen geregelt sind), unterschiedlich interpretiert.

Verwirrung bei Gastronomen

„Uns wurde von der Wirtschaftskammer kommuniziert, dass eine kontaktlose Abholung möglich ist", sagt Hedwig Zinöcker, eine der beiden Chefinnen der Pizzeria Disco Volante, im Gespräch mit dem KURIER. "Deshalb haben wir das auch gemacht."

Vom Sozialministerium gibt es zur bestehenden Verordnung ein zusätzliches Schreiben, das die Regeln konkretisiert. Darin heißt es, dass der Kundenbereich nicht nur die Betriebsstätte selbst umfasse, sondern auch „Drive-Ins, Vorplätze von Imbiss- bzw. Lebensmittelständen, Gastgärten etc. Insofern ist auch ein Durchreichen von Speisen durch ein Fenster oder eine Tür untersagt.“

Klarstellung urgiert

Was ist aber mit dem kontaktlosen Verkauf? Also etwa, wenn ein Kunde eine Pizza zum Abholen bestellt, vorab per Kreditkarte bezahlt, die Pizzeria diese zubereitet und dann den Karton vor die Eingangstür stellt, damit sie der Kunde - ohne mit einem Mitarbeiter der Pizzeria in Kontakt zu gelangen  - abholen kann. 

Auch das ist nicht erlaubt, teilt das Sozialministerium auf Nachfrage mit. Zumindest interpretiere man die Verordnung so. 

Damit die Verwirrung ein Ende hat, habe die Wirtschaftskammer nun für die Gastronomen eine Klarstellung beim Ministerium urgiert, sagt Dobcak.

Die Pizzeria Disco Volante hat die Abholmöglichkeit bereits eingestellt. Ihr und ihren Kunden bleibt noch die Möglichkeit, zu liefern. Das ist nämlich definitiv erlaubt.

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