Austria

Nach Terrordrohungen in Wien: Zwei Verdächtige angezeigt

Hacker with laptop

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Als Ziele wurden der Westbahnhof, die Seestadt, die Polizeiinspektion Tannengasse und diverse Schulen genannt.

von Konstantin Auer

Am 1. Dezember kursierten im Internet Fotomontagen mit Bezug zur Terrormiliz des sogenannten "Islamischen Staats". Sie beinhalteten Terrordrohungen gegen verschiedene Einrichtungen in Wien. Es wurden etwa der Westbahnhof, die Seestadt, die Polizeiinspektion Tannengasse und diverse Schulen genannt. 

Der Verfassungsschutz hat nun zwei Verdächtige ausgeforscht, die sich laut Polizei für die Drohungen verantwortlich erklärten. Es soll sich um einen 17-jährigen Tschetschenen, der in Österreich Asyl erhalten hat, und einen Bekannten, ein 14-jähriger Kroate, handeln. Die beiden Jugendlichen leben in Wien und sind arbeitslos.

"Spaß" und "Rache" als Motiv

Sie gestanden die Tat und sollen in ersten Einvernahmen "Spaß" als Motiv genannt haben. Der 17-jährige soll außerdem angegeben haben, aus Rache gehandelt zu haben, weil er ein Video gesehen habe, in dem ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund in der Seestadt verprügelt worden sein soll.

Die beiden Verdächtigen wurden nach einer Weisung der Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Drohung auf freiem Fuß angezeigt. Dass die Jugendlichen tatsächlich Kontakt zur Terrormiliz gehabt hätten, schließt Polizeisprecher Harald Sörös eher aus.

Die Drohungen wiesen außerdem starke Ähnlichkeit mit jenen von Juni 2019 auf, die damals ebenfalls die Seestadt betrafen.