Austria

Mondsee: Quartier für Asylwerber nach Corona-Pandemie wieder schließen

Vor einer Woche ereilte die Marktgemeinde eine Nachricht, die ob ihrer Brisanz bei Bürgermeister Josef Wendtner (VP) die Alarmglocken schrillen ließ. Bei einer Pressekonferenz ließ Innenminister Karl Nehammer (VP) nämlich wissen, dass aufgelassene Bundesquartiere für rund ein Dutzend Asylwerber genutzt werden, die weiterhin täglich über die grüne Grenze kommen, um in Österreich um Asyl anzusuchen. Das betrifft auch das Bundesquartier in Mondsee. "Diese Entscheidung muss ich respektieren", so der Ortschef.

Über Medien informiert

Bürgermeister Wendtners gereizte Stimmung mag nicht verwundern. "Wenn man indirekt erfährt, was auf einen zukommt, ist das nie fein", sagt er, weiß aber gleichzeitig, dass seine Möglichkeiten, eine erneute Öffnung des Quartiers zu verhindern, gleich null sind. Also macht er gute Miene zu den kommenden Ereignissen: "Es ist ganz klar, dass man diese Leute gerade in dieser Situation nicht einfach abschieben kann, aber ich fordere, dass sie in dieser schwierigen Zeit genau so leben wie wir. Ausgangsbeschränkungen und Quarantäne mit eingeschlossen."

Klare Forderungen an Wien

Wendtner weiß, dass von den 120 Betten sicherlich 80 bis 90 gebraucht werden, da auch Familien zu erwarten sind, die jeweils allein in einem Wohncontainer untergebracht werden. Wendtners Forderungen an das Innenministerium: Es müssten alle Asylwerber gesund sein und die zweiwöchige Quarantäne schon hinter sich haben. Weiters brauche es eine organisatorische Leitung vor Ort und strenge Kontrollen zum Schutz der Bevölkerung. Volle Transparenz gegenüber der Lokalpolitik und den Menschen müsse ebenfalls gegeben sein. Und schließlich will Wendtner, dass das Quartier nach Ende der Corona-Pandemie mit einer Schließungsperspektive versehen wird. "Ich will keinesfalls, dass dieses Quartier zu einer Dauereinrichtung in Mondsee wird", so der Bürgermeister der Marktgemeinde.

Um bei Bedarf gerüstet zu sein

Innenminister Nehammer stellt klar, dass aufgrund der Corona-Pandemie einige bisher stillgelegte Betreuungsstellen des Bundes vorbereitet wurden, um Ausweichmöglichkeiten zu schaffen. Dabei gehe es lediglich darum, für den Bedarfsfall gerüstet zu sein, wenn beispielsweise andere Betreuungseinrichtungen unter Quarantäne gestellt werden müssen. "Das heißt weder, dass diese Einrichtungen ab sofort genutzt werden, noch dass mehr Asylwerber untergebracht werden müssen", heißt es in einer Presseaussendung des Innenministeriums. "Die Maßnahme dient einzig und alleine dazu, eine etwaige Aufteilung auf weitere Quartiere zu ermöglichen."

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