Austria

Mitte November durch Corona so viele Sterbefälle wie zuletzt vor 42 Jahren

Die erste Woche des erneuten, harten Lockdowns brachte einen traurigen Rekord: Zwischen 16. und 22. November starben in Österreich 2431 Menschen. Mehr Todesfälle hatte es laut Statistik Austria binnen einer Woche zuletzt im Februar 1978 gegeben.

Einen Ausreißer nach oben gab es noch 2017 während einer starken Grippewelle, wo von 9. bis 15. Jänner 2340 Todesfälle gemeldet wurden. Dass diesmal das Coronavirus Auslöser der Übersterblichkeit ist, zeigen die Zahlen der AGES: 568 Covid-Tote wurden in der Kalenderwoche 43 gemeldet. Die Todesrate lag damit in dieser Woche um 58 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Mit einem Plus von 44 Prozent und 441 Toten in dieser Woche rangiert Oberösterreich im Bundesländervergleich auf Platz drei, am geringsten erhöht – aber immer noch um ein Viertel – war die Sterblichkeit in Wien.

Anstieg "besorgniserregend"

Übers Gesamtjahr gerechnet starben heuer bisher um 6,5 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr (77.662), so der Direktor der Statistik Austria, Tobias Thomas. Die Analyse der Zahlen zeige, dass bereits ab dem 19. Oktober eine "besorgniserregende Entwicklung" mit steigenden Sterberaten einsetzte, sagte er. Dies sei auch in Pflegeheimen festzustellen, wo seit Mitte Oktober um mehr als ein Drittel mehr Menschen starben als 2019, nämlich 2727. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigte gestern, dass von einer Entspannung noch keine Rede sein kann. Neben 3969 Neuinfektionen wurden von Mittwoch auf Donnerstag mit 92 auch wieder knapp 100 Todesfälle gemeldet.

In Oberösterreich wurden bis Donnerstagnachmittag weitere 23 Covid-Tote gemeldet, fünf davon waren Nachmeldungen aus den vergangenen Tagen. Mit 704 Neuinfizierten lag Oberösterreich hinter Wien auch in diesem Ranking wieder im Spitzenfeld.

Für die Zeit nach den Massentests rechnen Experten aber mit einem deutlichen Rückgang der Neuinfektionen. Simulationsforscher Niki Popper von der TU Wien erwartet einen "markanten Knick" nach unten ab dem 14. Dezember, er plädierte gestern aber dafür, die per Massentest gefundenen Infizierten extra auszuweisen, um die Prognosegenauigkeit zu erhöhen. Für den Rest des Winters seien die Zahlen ab Mitte Jänner relevant, weil sich dann die Entwicklungen der Feiertage zeigten. Popper fordert dann eine "klare Linie und Kommunikation", welche Zahlen noch akzeptabel seien und wann wie reagiert werde.

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