Austria

Mit Maske und Laptop gegen Tierquälerei

Die Aktivisten von "Anonymous for the Voiceless" sorgen mit ihren Aktionen weltweit für Aufsehen. Auch in Österreich und Wien gibt es sehr aktive Gruppen.

Weiße Anonymous-Maske, schwarzes Gewand, Laptop, Tablet oder Flachbildfernseher in der Hand. Wer in Wien ab und an auf dem Stephansplatz oder der Mariahilfer Straße unterwegs ist, ist ziemlich sicher schon einmal an Aktivisten von "Anonymous for the Voiceless" vorbei spaziert.

Mit Masken, Laptops, Fernsehern oder Tablets stehen die Aktivisten in einem sogenannten "Cube of Truth" (Würfel der Wahrheit) mehrmals die Woche auf Wiens Straßen.

Auf den Bildschirmen laufen Filme aus der Massentierhaltung, über Tiertransporte, Leder- oder Pelzgewinnung.

Wer möchte kann sich von den Aktivisten persönlich zu den Bildern informieren lassen. Sie sind weder laut noch steigen sie illegal in Ställe ein. Sie klären auf und appellieren ans Mitgefühl.

Stehen die Aktivisten nicht auf der Straße, um zu informieren, versammeln sie sich zu Mahnwachen "Vigils" vor Schlachthäusern, um den Tieren in ihren letzten Minuten Bestand zu leisten, ihnen Wasser zu geben oder sie zu streicheln. Und nicht zuletzt, um festzuhalten, in welchem psychischen und physischen Zustand die Rinder, Hühner oder Schweine sind, wenn sie beim Schlachter ankommen. Sie wollen zeigen, dass auch "Nutztiere" Gefühle haben und man sie nicht ausbeuten darf.

Wir haben die Aktivisten bei einem großen "Cube of Truth" in Wien besucht, bei dem Aktivisten aus ganz Europa teilnahmen. Und wir haben nachgefragt, was diese Menschen antreibt, sich jede Woche auf die Straße oder vor ein Schlachthaus zu stellen, warum sie Masken tragen und wie andere Menschen auf sie reagieren. Die Antworten findest du im Video oben.