Austria

Mehrheit der Österreicher will Zootiere sehen

Tiergarten Schönbrunn zählt zu den besten Zoos der Welt.

© DANIEL ZUPANC

Die Besucher schätzen Artenkunde und Artenschutz der Einrichtugen. Nur zwölf Prozent der Befragen stehen Tiergärten ablehnend gegenüber.

Tiergärten sind hierzulande gut angeschrieben. 81 Prozent der Bevölkerung befürworten, "dass es Zoos in Österreich gibt". Das hat eine Online-Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Verbands der Zoologischen Gärten, VzG, in Berlin ergeben.

In Österreich wurden für die Studie 1006 Personen ab 16 Jahren nach einem systematischen Zufallsprinzip ausgewählt. Zeitgleich wurde die Untersuchung in Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz durchgeführt. Zwischen Bodensee und Neusiedler See zeigten nur zwölf Prozent eine ablehnende Haltung, die übrigen Befragten machten keine Angaben.

Kompetenz zugestanden

Vom Wiener Tiergarten Schönbrunn über den steirischen Tierpark Herberstein bis zum Alpenzoo in Innsbruck: Vier von fünf Befragten sind der Meinung, dass Zoos eine hohe fachliche Kompetenz in der Haltung von Wildtieren haben und dass es den Tieren dort gesundheitlich gut gehe. Dass im Zoo bedrohte Arten gehalten und gezüchtet werden, finden 65 Prozent "sehr wichtig", weitere 29 Prozent "wichtig".

Lernen inklusive

Ob für den Großen Panda in China oder den Habichtskauz in heimischen Wäldern: 62 Prozent halten es für "sehr wichtig", dass sich Zoos für Tierarten in ihren natürlichen Lebensräumen einsetzen, weiteren 30 Prozent ist dies "wichtig". Mehr als zwei Drittel gaben an, beim jüngsten Besuch in einem Tierpark "viel" oder "sehr viel" über Tiere gelernt zu haben.

Zoos als Artenschutzzentren

In Deutschland gaben 80 Prozent der Befragten an, nach einem Zoobesuch mehr Wertschätzung für Tiere zu empfinden. VzG-Präsident Jörg Junhold, Direktor des Leipziger Zoos, sieht den Kurs vieler Einrichtungen damit bestätigt: Sie seien Artenschutzzentren der Gegenwart.

Kritik an Zoos von Tierrechts-Organisationen

Tierrechts-Organisationen wie Peta kritisieren dieses Selbstverständnis. Es nütze keinem Tier, in Zoo-Gefangenschaft vor dem Aussterben bewahrt zu werden, heißt es dort. Das Leben von Tieren hinter Gittern nutze nur dem Menschen. Nach einer Meinungsumfrage im Auftrag von Peta im April 2020 befürworteten z.B. rund 40 Prozent von 2000 Befragten ein Ende von Zucht und Haltung von Menschenaffen in deutschen Zoos. Rund 30 Prozent waren dafür, der Rest hatte keine Position.

Sechs Prozent wollen keine Elefanten im Zoo

Auch für die Zoo-Studie wurde gefragt, welche Wildtiere aus der persönlichen Sicht der Interviewten besser nicht gehalten werden sollten. Die Meinungen der Nachbarn gingen dabei weit auseinander. Jeweils rund ein Fünftel der Befragten antwortete „Wildtiere“ oder „Raubtiere“. Rund jeder Zehnte fand, dass Meerestiere nicht in Zoos gehörten. Mit Blick auf einzelne Tierarten wollten fünf Prozent der Befragten nicht, dass Bären, Löwen, Delfine und Wale in Tiergärten leben. Sechs Prozent wollten keine Elefanten - und zwei Prozent keine Affen.

EU-Richtlinie für Aufgaben der Zoos

Eine Richtlinie der Europäischen Union für Zoos definiert deren Aufgaben und Rollen bereits seit 1999 als Artenschutzorganisationen. Manche Zoos wie Berlin oder Wien wildern Nachzuchten heute in internationalen Programmen aus oder unterstützen ihr Überleben im natürlichen Lebensräumen finanziell. Mit Erfolg.

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