Austria

Mehr Tests sollen zeigen, wie viele Infizierte es wirklich gibt

Derzeit weiß niemand, wie viele Corona-Kranke es wirklich in Österreich gibt. Eine Studie soll mehr Klarheit bringen. Zudem werden Ärzte und Supermarkt-Angestellte verstärkt getestet.

Fast 10.000 bestätigte Corona-Infektionen zählt das Gesundheitsministerium am Dienstag. Diese Zahl kann trügerisch sein, denn niemand weiß wirklich, wie viele Menschen sich mit der Krankheit Covid-19 in Österreich bisher angesteckt haben. Die meisten Verläufe sind mild, viele Infizierte entwickeln nicht einmal die typischen Symptome, darunter etwa Gliederschmerzen, Fieber, Atemnot und Husten. Doch trotzdem können sie andere Menschen unbewusst anstecken.

Das ist besonders für die Risikogruppen gefährlich – also Personen ab 65 Jahren und jene mit Vorerkrankungen. Wenn diese unentdeckten Infektionen auch noch bei Menschen in systemkritischen Berufen auftreten, also Supermarkt-Mitarbeitern oder medizinischem Personal, kann das fatale Folgen haben.

Tests für Schlüsselgruppen

Um mehr Klarheit zu bekommen, werden ab Dienstag sogenannte "Schlüsselgruppen" verstärkt getestet, auch wenn sie eben keine Symptome aufweisen. Dazu zählen Ärzte, Pfleger in Betreuungseinrichtungen und Krankenhäusern sowie Angestellte im Lebensmittelhandel. Wenn man viele Infizierte ohne Symptome finde, seien "entsprechende Maßnahmen" erforderlich, sagt Clemens Auer, Sonderbeauftragter für Gesundheit im Gesundheitsministerium, berichtet der ORF.

zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Schritt für Schritt, so Auer, könne dieses Vorgehen, das auf einer eigenen Infrastruktur aufbaut, auf andere Berufsgruppen ausgeweitet werden, die ebenfalls Kontakt mit vielen Menschen haben. Ein Kandidat dafür wäre die Exekutive. Denn 101 Polizisten haben sich mittlerweile mit dem Coronavirus infiziert, 933 Beamte befinden sich in Isolation. Laut Bundesheer-Sprecher Michael Bauer sind 42 Soldaten erkrankt.

Auch gesunde Personen werden getestet

Zudem ermitteln Sozialforschungsinstitut SORA, das Rote Kreuz und die MedUni Wien mittels einer Stichprobe von 2.000 Österreichern, wie viele Menschen im Land mit dem Virus infiziert sein könnten. Bis Freitag sollen die Testungen abgeschlossen sein, ein Ergebnis wird laut Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bis Anfang nächster Woche gaben. Das sagte er gegenüber der APA. Die Dunkelziffer kann laut Experten zwischen 16.000 und 45.000 Fällen liegen.

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