Austria

Maturanten fälschten Schülerausweise: Prozess in Linz

Maturanten fälschten Hunderte Schülerausweise
Ein Schülerausweis

LINZ. Am Linzer Landesgericht müssen sich Mittwoch Nachmittag zwei Maturanten verantworten, die mindestens 304 Schülern gefälschte Ausweise verkauft haben sollen.

Es war ein Geschäftsmodell: Mehrere Tausend Euro sollen sich zwei Maturanten von Frühjahr 2017 bis Sommer 2019 mit gefälschten Ausweisen ergaunert haben. 

Dafür hatten die Maturanten, ein 17-jähriger Leondinger und ein 18-jähriger Linzer, eine regelrechte Fälscherwerkstatt eingerichtet. Mit einem Scheckkartendrucker sollen sie auf Bestellung Hunderte gefälschte Ausweise hergestellt haben. Oberösterreichweit wurden 304 Jugendliche ausgeforscht, die im Besitz eines derartig gefälschten Ausweises waren. 

Dass die Polizei den Fälschern auf die Schliche kamen, ist dem Zufall zu verdanken: Bei einer Personenkontrolle hatte sich ein Jugendlicher aus Enns mit einem Schülerausweis eines Linzer Gymnasiums ausgewiesen. Die Beamten nahmen den Scheckkartenausweis genauer unter die Lupe und bemerkten rasch die Fälschung. 

Die Maturanten müssen sich vor dem Landesgericht wegen Urkundenfälschung und Fälschung besonders geschützter Urkunden verantworten. 

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