Austria

Markus Brunner: Krisenmanager im Dauereinsatz

Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes Oberösterreich gehören zu jenen Helfern, die sich im Epizentrum der Corona-Krise engagieren müssen. Die vorausschauende Koordination aller Kräfte mit ruhiger Hand ist das Um und Auf. „Meine Kollegen und ich sind derzeit täglich zehn bis zwölf Stunden im Einsatz“, sagt Markus Brunner (39), der Leiter des Krisenstabs des Landesrettungskommandos. Sein Team besteht täglich aus etwa zehn Mitarbeitern, die sich um Logistik und Versorgung, Lageerkundung, Personal und IT kümmern.

Nach der Matura begann der Kindergartenpädagoge mit dem Studium Prozessmanagement für Gesundheit an der FH Steyr. Seit 1999 ehrenamtlich beim Roten Kreuz, begann er 2011 beruflich als RK-Bezirksgeschäftsleiter in Steyr. „Eines meiner ersten Projekte war damals der Aufbau der Gesundheitsnummer 1450“, sagt der Steyrer. Anfangs war die Hotline für bis zu 400 Anrufe täglich angelegt. Durch die Pandemie musste der Dienst massiv ausgebaut werden. „Wir sind jetzt bei 2000 bis 2500 Anrufen am Tag, die wir schaffen. Jetzt kommt grundsätzlich jeder durch, manchmal vielleicht noch nach kurzer Wartezeit“, so Brunner.

Auch die Koordinierung der Covid-Probenentnahmen und der Transport in die Labore ist eine wichtige Aufgabe. „Wir definieren die Abläufe und sind über die Bezirke gut vernetzt.“ Masken mit hoher Filterklasse, Overalls, Schutzbrillen: Die Kollegen müssen gut ausgerüstet sein. Auf was die Mitarbeiter dabei aufpassen müssen, das zeigt ein Video-Tutorial, das der Krisenstab erstellen ließ. Auch mit anderen Organisationen wie der Ärztekammer arbeitet der Krisenstab eng zusammen. So wurde nun ein hausärztlicher Covid-Notdienst aufgebaut, der Visiten bei Infizierten durchführt. Das Rote Kreuz rüstet die Ärzte aus und bringt sie zu den Patienten.

Brunner, der seinen Sohn (17) und seine Tochter (10) „derzeit nicht viel“ sieht, will sich bei allen RK-Mitarbeitern und deren Familien bedanken: „Sie leisten Außergewöhnliches.“

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