Austria

Mann hortete 170 Waffen und 1 Mio. Stück Munition

Der OÖ. Polizei gelang es nun ein riesiges Waffenarsenal aus zu heben. Ein 65-Jähriger hortete in seinem Keller fast 200 Waffen und eine Million Schuss-Munition.

"Das wird eine der größten Amtshandlungen, die wir je hatten", meinte OÖ-Polizeichef Andreas Pilsl am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz. Diese wurde aufgrund der aktuellen Corona-Krise via Facebook live übertragen.

Und tatsächlich: Die Beamten hoben am vergangenen Freitag ein riesiges Waffen-Arsenal aus. Wie die Polizei berichtet, hatte ein 65-Jähriger aus dem Bezirk Freistadt seinen kompletten Keller mit Waffen, Munition und Kriegsmaterial voll geräumt.

Sechs Polizisten benötigten in Summe sieben Stunden, um das gesamte beschlagnahmte Material aus dem Keller zu befördern und sicherzustellen. Der Mann hortete mindestens 20 vollautomatische Waffen, 100 Pistolen und Revolver, 30 Langwaffen (ähnlich denen wie sie Scharfschützen benutzen), 100 Schalldämpfer und eine Million Schuss-Munition.

Der Gesamtwert der sichergestellten Waffen und Munition beläuft sich auf mehr als 300.000 Euro.

Nur zum Vergleich: Mit dieser Summe an Munition kommen 4.000 Polizisten in OÖ ein ganzes Jahr für Trainingseinheiten aus.

Covid-19-Fall im Haus des Beschuldigten

Die Polizisten mussten die Arbeit zudem unter erschwerten Bedingungen verrichten.

Denn aufgrund eines Covid-19-Falls im Haus des Beschuldigten mussten alle Beamten Schutzanzüge tragen.

Ins Rollen gekommen ist der Fall durch die Ex-Freudin des Beschuldigten. Diese meldete sich bei der Polizei. Demnach soll er nach der Trennung gesagt haben, er kenne Killer aus anderen Staaten, die die Drecksarbeit übernehmen würden.

Sie hatte zudem auch Kontakt zur Ehefrau des 65-Jährigen. Die Ex-Lebensgefährtin meinte zudem noch, dass ihr Ex stets eine Waffe bei sich trage.

Laut seinem Waffenpass, der dem Oberösterreicher mittlerweile entzogen wurde, dürfte er 19 Waffen besitzen. Bei der Durchsuchung meinte er nur, dass es doch ein paar Waffen mehr seien.

"Wir haben hier einen der größten Waffen- und Munitionsfunde der letzten Jahrzehnte. Meine Mitarbeiter werden jetzt die nächste Tage damit beschäftigt sein, die nächsten Tage und Wochen die Waffen zu kategorisieren", so Michael Tischlinger, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz.

Ob die Waffen mit anderen Straftaten in Verbindung gebracht werden können, muss jetzt geprüft werden.

Läufe und Schalldämpfer selbst hergestellt

Der 65-Jährige hatte in seinem Keller laut Polizei auch noch Schweiß- und Fräsgeräte, um teilweise selbst Läufe und Schalldämpfer herzustellen.

Auf die Frage, woher er all diese Waffen habe, hat er laut Tischlinger in der ersten Vernehmung gemeint, er hat den Schwarzmarkt bedient.

Zudem hat er laut dem Ermittler auch Deko-Waffen legal gekauft und diese dann wieder funktionstüchtig gemacht. Die Polizei geht davon aus, dass er auch einige Sachen verkauft hat.

Derzeit sitzt der Mühlviertler in Linz in U-Haft. Wegen Nötigung und vieler Vergehen nach dem Waffengesetz drohen ihm bis zu drei Jahre Gefängnis.

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