Austria

„Manche haben Hausaufgaben davor am Handy gemacht“

Sie habe die Initiative im ersten Lockdown gestartet, so Schindler, weil sie sah, dass viele Kinder in ihrer Integrationsklasse in Wien-Favoriten keinen Laptop zuhause hatten: „Sie haben die Hausaufgaben vom Handy aus gemacht - oder eben auch nicht, je nachdem, wie viel Unterstützung von den Eltern kam. Ich weiß aus Gesprächen mit Lehrern und Direktoren, dass die technische Ausstattung an Schulen nach wie vor nicht zufriedenstellend ist. Wir liegen bereits 10 Jahre zurück.“

Zunächst hätten große Rechtsanwaltskanzleien Laptops gespendet, dann kamen weitere Sponsoren dazu und aus den Laptops alleine wurden Computerförderkurse. Die Kursleitung übernehmen die Lehrer, denn es geht nicht um hochkomplexe Computerwissenschaften, sondern wirklich um Grundlagen. „Die Kinder sind zwar alle Computerspielexperten, aber wenn sie ein Word-Document öffnen sollen und die Schrift verändern, wissen sie nicht, was man von ihnen verlangt“, so Schindler. „Da geht es etwa nur darum, ein Bewerbungsschreiben anzufertigen und wegzuschicken.“

Gestartet hat Schindler an ihrer eigenen Schule mit einem zehnwöchigen Kurs für zehn Kinder. Inzwischen erreicht „DigiFö“ 152 Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren; beteiligt sind 15 Schulen, darunter eine Sonderschule. Es gibt auch einen Unterrichtsleitfaden, sodass interessierte Schulen rasch dazu stoßen und die Inhalte gut vermitteln können.

Das Feedback von Kindern und Eltern sei durchwegs positiv, erzählt Schindler. Es käme immer mehr Unterstützung aus der Wirtschaft, inzwischen kooperiert das Projekt auch mit der Arbeiterkammer und immer mehr Sponsoren zeigen Interesse. Aber wäre es nicht eigentlich Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche digitale Kompetenzen mit auf den Weg bekommen? „Das denkt sich jeder Pädagoge“, so Schindler, „aber es tut sich nichts“.

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