Austria

Machtkampf bei den Black Wings

Auch wenn die Linzer Eishalle leer ist, ist in der Führung der Black Wings viel Bewegung

© APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER

Manager abgelöst, Rücktritt der drei Vizepräsidenten.

von Josef Ertl

Spätestens am vergangenen Sonntag hätte die Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) beginnen sollen. Bei den Black Wings Linz stand statt der erhofften Finalspiele interner Streit auf dem Programm. Am Montag bestätigte Präsident Peter Freunschlag Medienberichte, dass Gregor Baumgartner neuer Manager der Linzer ist und in einer ersten Aufgabe auf Trainersuche geht.

Aus für Vizepräsidenten

Im Machtkampf ging in den vergangenen Wochen ein tiefer Riss durch die Führung. In einer Vorstandssitzung gaben die drei Vizepräsidenten Karl Egger, Peter Zauner und Peter Matausch ihren Rücktritt bekannt, ob dies auch rechtlich hält, ist offen. Freunschlag sieht die Rücktritte als gültig, weshalb er ohne Vorstandsbeschluss Entscheidungen trifft.

Baumgartner ersetzt Perthaler

Auf diese Weise erfolgte die Trennung von Manager Christian Perthaler und die Installierung von Baumgartner, der als Spieler mit den Linzern 2011/12 den Meistertitel holte. Ein juristisches Nachspiel ist nicht ausgeschlossen.

Was machen die Sponsoren?

Hinter den Kulissen machten die drei Vizepräsidenten, allesamt selbst auch Sponsoren, mobil und haben die beiden Hauptsponsoren Liwest und Linz AG hinter sich, wie eine Presseaussendung vergangene Woche deutlich machte. Auch die Obmänner der Fanclubs gingen mit einer Aussendung an die Öffentlichkeit, in der sie Zweifel an Präsident Freunschlag äußerten und diesen zum Rücktritt aufforderten.

Freunschlag macht weiter

Unterdessen arbeitet Freunschlag, bisher Obmann und Kassier in Personalunion, unverdrossen weiter. Er will einige Forderungen seiner Kritiker umsetzen, den Verein „demokratisieren und finanzielle Transparenz“ schaffen, damit „die Hauptsponsoren erhalten bleiben“. Und er gibt sich zuversichtlich. „Ich glaube schon, dass sie bleiben.“ Die Auswirkungen der Corona-Krise werden den Verein ohnehin treffen. „Es wird sicher enger. Viele Firmen sind geschädigt worden und Marketing ist das erste, das gekürzt wird. Die Größe kann man ich nicht sagen“, erklärte Freunschlag.

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