Austria

"Mache mit, um Gewissheit zu haben": Auftakt zu Massentests in Salzburg

Die Tennengauer Gemeinde Annaberg-Lungötz dient als Versuchskaninchen.

von Matthias Nagl, Andreas Puschautz

"Wo müssen wir hin?" Manche Annaberger finden sich im eigenen Ort nicht mehr zu Recht. Kein Wunder, angesichts der Menge an Medienvertretern, die zur ersten Massentestung Österreichs in die Salzburger Gemeinde gekommen sind.

Während später am Vormittag immer wieder vereinzelt Annaberger eintrudeln, hat sich zu Testbeginn um acht Uhr Früh bereits eine kleine Schlange vor dem Feuerwehrhaus gebildet.

Bürgermeister "sehr dankbar"

Bis 10.45 Uhr ließen sich dann 250 der 1.400 Einwohner im Ortsteil Annaberg testen. "Ich bin sehr dankbar, dass die Bevölkerung so rege teilnimmt", sagt Bürgermeister Martin Promok.

"Bisher funktioniert alles klaglos", berichtet Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der sich vor Ort ein Bild von der Situation macht. Von den 250 am Vormittag Getesteten war nur einer positiv.

Eigentlich hätten die Massentests in allen Bundesländern kurz vor Weihnachten stattfinden sollen. So hatte es Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angedacht. Doch daraus wurde nichts, stattdessen testet nun jedes Bundesland, wann es möchte.

Versuchskaninchen

Annaberg-Lungötz, wie die Gemeinde im Salzburger Tennengau korrekt heißt, macht dabei den Auftakt. Die gute Beteiligung lässt auf ähnliches im übrigen Land hoffen. Kurz hatte erst am Montagabend auf Puls4 auf möglichst breite Teilnahme an den Massentest gehofft - und zugleich deutliche Kritik an Testverweigerern geübt: Wer sich nicht testen lasse, weil er nicht in Quarantäne wolle, handle "schwer fahrlässig".

"Ich mache mit, damit wir Gewissheit haben, weil wir zuletzt so viele Positive im Ort hatten", sagt Johann Eder zum KURIER, als er das Feuerwehrhaus verlässt, wo die Teststraße eingerichtet ist.

Dieser Tenor kommt von den meisten Annabergern, mit denen man spricht. "Ich habe mich testen lassen, damit wir Klarheit haben, wo wir stehen und wie das weitergehen soll", sagt auch Max Rettenbacher. "Ich mache es der Gemeinde zuliebe, damit das eingedämmt wird", sagt Frau Radebauer.

Die Durchtestung von Annaberg ist vor allem auch ein großer Testlauf. "Es ist eine positive Möglichkeit, die Massentests zu erproben", sagt Haslauer. "Der Testlauf hat bisher gut funktioniert", berichtet Landesrettungskommandant Anton Holzer.

Salzburg testet nächste Woche weiter

Die Stadt Salzburg wird die freiwilligen Corona-Massentests am Freitag, 11. Dezember, und am Samstag, 12. Dezember, durchführen. Für die kostenlosen Antigen-Tests sind drei Teststationen vorgesehen: Das Messezentrum, der Terminal zwei am Flughafen und das Kongresshaus.

Die Massentests am Land erfolgen in rund 370 Testlokalen und finden am Samstag, 12. Dezember, im Pinzgau sowie im Lungau statt und am Sonntag, 13. Dezember, im Flachgau, Pongau und Tennengau.

Bereits ab kommenden Samstag (5. Dezember) werden Lehrkräfte und Kindergartenpädagogen österreichweit getestet. Für Polizisten gehen die Massentests zwei Tage später (7. Dezember) los.

Die übrigen Bundesländer testen plangemäß wie folgt:

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