Austria

Linzer Forscher arbeiten an EU-Corona-App mit

Die Nutzung von Handydaten zur Bekämpfung der Verbreitung des Coronavirus wird derzeit heftig diskutiert. Das JKU-Institut für Künstliche Intelligenz unter der Leitung von Sepp Hochreiter wurde als einzige österreichische Institution eingeladen, an dieser länderübergreifenden App mitzuarbeiten, teilte JKU-Rektor Meinhard Lukas beim nachmittäglichen Corona-Livestream mit.

Bereits rund 140.000 Österreicher haben sich die Tracking-App des Roten Kreuzes zur Nachvollziehbarkeit der persönlichen Kontakte (mit ein bis zwei Meter Abstand) heruntergeladen. Es müssten jedoch laut Manuel Wimmer, Institut für Wirtschaftsinformatik, "60 bis 70 Prozent der Bevölkerung" die App verwenden, damit die Neuinfektionen stark eingedämmt und die Betroffenen schnell getestet werden können.

Sepp Hochreiter ist überzeugt davon, dass die App durch künstliche Intelligenz präziser werden kann, ohne dass man die Daten zusammenführen muss. Das nämlich fürchten Datenschützer, dass die heiklen personenbezogenen Daten missbräuchlich verwendet werden könnten. Hochreiter: "Jeder behält dabei seine Daten."

Derzeit ist die Nutzung der App freiwillig. Aufgrund des massiven öffentlichen Interesses zur Erhaltung des Gesundheitssystems wird eine "App-Pflicht" diskutiert, weil sie nur bei einer entsprechenden Bevölkerungsabdeckung greife. Rechtsprofessor Andreas Janko sagt, das wäre zwar ein sehr schwerer Eingriff in die Grundrechte, sei jedoch aus seiner Sicht mit dem EU-Recht vereinbar. Das öffentliche Interesse wiege im Fall Corona mindestens so schwer.

Technisch gesehen kommunizieren zwei Smartphones auf Bluetooth-Basis miteinander. Es sei möglich, die pseudonymisierten Daten nur lokal am Handy zu speichern, so Wimmer, und sie nur bei konkreter Infektion zentral auf einem Server mit anderen Daten zu verknüpfen. Weder personenbezogene noch Ortsdaten sollten gespeichert werden, sondern nur ein daraus generierter "Schlüssel".

Uni-Professor Rene Mayrhofer vom Institute of Networks and Security plädiert dafür, dass bei so heiklen Gesundheits-Apps der Quellcode öffentlich zugänglich gemacht wird, um nachvollziehen zu können, was genau mit den Daten geschieht. (uru)

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