Austria

Linz macht Schluss mit "Event-Christkindlmarkt"

"Winter-Events" hätten am Christkindlmarkt im Volksgarten nichts zu suchen, so die Stadt. Jahrmarkt-Sachen sollen dort hin, wo sie auch hingehören: aufs Urfahrmarkt-Gelände.

Mit Riesenrad und Ice-Show wurde der Christkindlmarkt im Linzer Volksgarten eher zum Jahrmarkt, wurde bereits im Vorfeld kritisiert.

Der zuständige Stadtrat Bernhard Baier (ÖVP) sah das naturgemäß anders – und verteidigte den "Event-Christkindlmarkt".

Allerdings setzte ihm der Gemeinderat jetzt einen Schlusspunkt. Mit Ausnahme der ÖVP (sie enthielt sich) stimmten nämlich alle Fraktionen für einen stärkeren Schutz des Linzer Volksgartens – und damit für das Aus für den "Event-Weihnachtsmarkt".

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Riesenrad soll auf Jahrmarkt-Gelände

Laut Aussendung der SPÖ-Gemeinderatsfraktion sieht es die Stadt anders als die ÖVP. Die Baier-Partei findet nämlich, dass die "verstärkte Kommerzialisierung des Angebots im Volksgarten in Ordnung ist und sieht darin den richtigen Weg: Es soll weniger ein besinnlicher, besonders für Kinder attraktiver Weihnachtsmarkt mit traditionellen Angeboten, sein, sondern: Es sollen zusätzliche, eher einem Jahrmarkt entsprechende Events entwickelt werden".

SPÖ und FPÖ ist aber das Gegenteil wichtig: Nämlich, dass der traditionelle Christkindlmarkt im Volksgarten seinen Charakter für Kinder und Familien beibehält. Für diese Art eines Wintermarktes bietet sich jedoch viel besser das Urfahraner Jahrmarktgelände an", so Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Vize Markus Hein (ÖVP).

Baier soll Konzept erarbeiten

Konkret geht es SPÖ und FPÖ um eine vernünftige Gestaltung des Weihnachtsmarktes, die zukünftig Schäden am Park verringern soll. „Eine durch den ganzen Winter dauernde intensive Parknutzung verursacht langfristige Schädigungen der Grünflächen im Volksgarten. Mit dem Urfahraner Jahrmarktgelände steht eine versiegelte Fläche zur Verfügung, die sich optimal für einen Wintermarkt eignet. Vizebürgermeister Baier sollte sich dahingehend Gedanken machen und ein Konzept erarbeiten", so Luger und Hein.

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