Austria

"Lernsieg": Die umstrittene App zur Lehrerbewertung wurde überarbeitet

"Lernsieg", alleine der Name lässt die Emotionen hochkochen. Kurz nachdem der Schüler Benjamin Hadrigan seine Lehrerbewertungs-App "Lernsieg" online gestellt hatte, liefen Lehrer und Gewerkschaften Sturm. Und wenige Tage nach Veröffentlichung wurde die App Ende November 2019 wieder vom Netz genommen. Seit dem Frühjahr ist sie wieder online, jetzt präsentiert Hadrigan eine überarbeitete Version.

"Mit der neuen Version haben wir auf die Wünsche der Lehrergewerkschaft reagiert", sagt der 18-Jährige, der die Schule mittlerweile abgebrochen hat und sich auf die Entwicklung seiner App konzentrieren will. "Das Projekt steht am Anfang. Um weitere Verbesserungsideen zu bekommen, wollen wir Lehrer ins Boot holen."

Erweiterte Funktionen

Kommentarfunktion oder das Beobachten von Schulen und Lehrern: Die überarbeitete Fassung bringt neue Features. Die Grundidee bleibt dieselbe. Schüler können Lehrer oder ihre Schule mit der Vergabe von Sternen bewerten. 4000 Schulen sind in der Online-Datenbank erfasst, wobei jeder Jugendliche nur eine Schule bewerten kann, so soll verhindert werden, dass App-Benutzer fremde Schulen bewerten.

"Da die Vergabe von Sternen als zu wenig aussagekräftig kritisiert wurde, haben wir eine Kommentarfunktion eingeführt", sagt Hadrigan. Die Kommentare, die Schüler verfassen, müssen zuvor von Lernsieg-Mitarbeitern freigegeben werden. So sollen Hasskommentare vor der Veröffentlichung herausgefiltert werden. Auch neu ist die Beobachtungsfunktion. Drücken App-Benutzer auf "Schule/Lehrer*in beobachten" erhalten sie wöchentlich ein Zeugnis, das über die Leistung der Schule oder des Lehrers im Vergleich zur Vorwoche informiert.

Schlechte Bewertungen

Im Google Playstore wurde die Lernsieg-App nur mit 2,3 von fünf Sternen bewertet. "Da geht es nicht um die Funktionsweise, sondern nur darum, dass es die App überhaupt gibt", sagt Hadrigan: "Die Negativkommentare sind von der Gewerkschaft." Auf diesen Vorwurf angesprochen, reagiert Paul Kimberger, oberster Lehrergewerkschafter (FCG) für Pflichtschulen: "Ich bin zwar kein Jurist, aber das ist Rufschädigung und Verleumdung. Wir bereiten rechtliche Schritte vor." Nach wie vor offen sind die Klagen, die die Lehrergewerkschaften gegen die App eingebracht hatten. Eine solle bereits abgeschlossen sein, ein Urteil werde in den kommende Wochen erwartet, sagt Kimberger. Sollte es ein Schuldspruch sein, werde man dagegen berufen, sagt Hadrigan. "Wir werden, wenn es nötig ist, durch die Instanzen gehen. Die Investoren stehen hinter uns."

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