Austria

Lehrer züchtigt Schüler mit schrillen Pfeiftönen

Ein Lehrer am Gymnasium Ohlstedt (Deutschland) soll seine Schüler mit schmerzhaften Hochfrequenz-Tönen gequält haben, wenn diese seinen Unterricht störten.

Eigentlich hatte der 49-jährige Lehrer für Physik und Chemie seinen Schülern nur mittels einer App zeigen wollen, dass Menschen Töne unterschiedlich wahrnehmen, erklärt er gegenüber der "Bild". Als einige Schüler bei sehr hohen Frequenzen über Schmerzen in den Ohren klagten, kam er auf die Idee, die App auch als Disziplinarmaßnahme einzusetzen – "um die Klasse in lauten (bzw. undisziplinierten) Unterrichtssituationen dadurch zur Ruhe zu bringen". Die Polizei erstattete Strafanzeige gegen den Pädagogen.

Erwachsene konnten Töne nicht hören

Die Töne waren derart hochfrequent, dass sie von einem Erwachsenen-Gehör nicht wahrgenommen werden konnten, so der Direktor der Hamburger Schule, Henrik Löns, in einem Elternbrief. Erst als sich die Schüler bei ihren Eltern beschwerten, flog die rabiate Erziehungsmaßnahme auf.

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"Pädagogischer Griff ins Klo"

"Es war einfach, es war erfolgreich", versucht der 49-Jährige, selbst Vater von drei Kindern, seine "schrille" Unterrichts-Methodik zu erklären. Ihm sei klar gewesen, dass es unangenehm für die Kinder sei, aber er hätte ihnen auf gar keinen Fall Schmerzen zufügen wollen. "Es war pädagogisch ein Fehlgriff ins Klo. Ich habe mich bei der Klasse entschuldigt."

Auf eigenen Wunsch hat sich der Lehrer mittlerweile an eine andere Schule versetzen lassen.

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