Austria

LASK mit Vorteil im Duell der Europacupstarter

Die (verdiente) 0:1-Niederlage vom August ist noch bestens in Erinnerung. Damals unterlag eine von den Champions-League-Qualispielen gegen den FC Basel und FC Brügge müde Linzer Mannschaft den damals in Hochform und voller Vorfreude auf die Europa League aufspielenden Kärntnern in Pasching. Mittlerweile haben sich die Vorzeichen aber geändert. Beide Teams hatten aufgrund der Europa-League-Gruppenphase die gleiche Doppelbelastung zu verarbeiten. Die Welt des WAC ist aktuell komplizierter als jene des LASK.

Die Müdigkeit: Diese hat sich zuletzt bei den Kärntnern eindeutig stärker bemerkbar gemacht. Aus den vergangenen fünf Spielen gab es für den Wolfsberger AC vier Niederlagen, während der LASK vier Siege feierte. Auch wenn man in Kärnten positive Durchhalteparolen ausgibt, so sehnt doch jeder Spieler längst die Winterpause herbei. Beim WAC gab es auch kaum Rotation, sondern meist die gleiche Anfangself. Das könnte morgen ebenfalls entscheidend sein.

Der Trainerwechsel: Im Gegensatz zum LASK ging es bei den Kärntnern auch am Trainersektor heiß her. Dass den Wolfsbergern ausgerechnet in der entscheidenden Pha-se der Europa League Trainer Gerhard Struber (zu Zweitligist Barnsley nach England) abhanden kam, ist auch nicht alltäglich. Einen großen Einfluss auf das Team hatte das nicht. Auch als Struber noch im Amt war, zeigte der Pfeil in der intensiven Europacupphase bereits nach unten. Mohamed Sahli wurde auf Wunsch der Führungsspieler vom Co-Trainer zum Cheftrainer befördert. Vorgänger Struber weint in Kärnten niemand nach.

Das Umfeld: Das große Plus beim Verein mit dem 7,5-Millionen-Euro-Budget. Ob Erfolg oder Misserfolg – Präsident und Mäzen Dietmar Riegler, der den Klub im Alleingang führt und ohne Sportchef auskommt, bringt so schnell nichts aus der Ruhe. (haba)