Austria

Landesweite Proteste in den USA eskalieren

In den USA ist es den fünften Tag in Folge in mehreren Städten zu Demonstrationen und Unruhen nach dem gewaltsamen Tod eines Afroamerikaners bei einem Polizeieinsatz gekommen. Im ganzen Land gingen am Samstag Tausende Menschen auf die Straße. Demonstranten blockierten Straßen und zündeten Feuer an. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die zum Teil Tränengas und Plastikgeschosse einsetzte. In Minneapolis wurden zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters durch Gummigeschosse der Polizei verletzt. US-Präsident Donald Trump machte linke „Plünderer und Anarchisten“ für die Eskalation der Gewalt verantwortlich.

In der Hauptstadt Washington demonstrierten Hunderte Menschen in der Nähe des Justizministeriums. Viele zogen später vor das Weiße Haus. Polizisten riegelten mit Schutzschilden Trumps Amtssitz ab. Er drohte den Demonstranten, dass sie von „bösartigen Hunden und bedrohlichen Waffen“ begrüßt würden, falls sie über den Zaun auf das Gelände des Weißen Hauses gelangen sollten.

Mitarbeiter der Presse von der Polizei angegriffen
Aufnahmen des Reuters-Kameramanns Julio-Cesar Chavez in Minneapolis zeigten, wie ein Polizist direkt auf ihn zielt und mit einem Gummigeschoss-Gewehr auf ihn und seinen Sicherheitsberater schießt. Unter dem linken Auge des Sicherheitsmanns klaffte danach eine tiefe Wunde. Ein Sprecher der Polizeidirektion von Minneapolis, der zu dem Vorfall befragt wurde, verlangte eine Kopie der TV-Aufnahme und machte ansonsten zunächst keine Angaben. Das Ereignis ist der bisher letzte Angriff auf Journalisten, die über die Proteste in den USA seit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis berichten.

Auf Twitter zirkuliert gerade das unten stehende Video. Es ist ein Zusammenschnitt von Aufnahmen, die zeigen, wie die Polizei in den USA mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen die Demonstranten vorgeht:

Ausgangssperren in mehreren großen Städten verhängt
Die sich rasch ausbreitenden Proteste gegen Rassismus fallen zusammen mit einem tiefen Frust wegen der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus und der wirtschaftlichen Krise infolge der Pandemie. In mehreren großen Städten, die in den vergangenen Tagen Schauplatz von Protesten waren, wurden Ausgangssperren verhängt: etwa in Atlanta, Los Angeles, Philadelphia, Denver, Cincinnati, Portland/Oregon und Louisville/Kentucky.

Trump will Gewalt „kalt stoppen“
Der US-Präsident machte linke „Plünderer und Anarchisten“ für die Gewalt verantwortlich. Er werde nicht zulassen, „dass eine kleine Gruppe von Kriminellen und Vandalen unsere Städte zerstört und unsere Gemeinden in Schutt und Asche legt“, sagte er. „Meine Regierung wird die Mob-Gewalt stoppen. Und wir werden sie kalt stoppen.“ Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, gab hingegen rivalisierenden Drogengangs, weißen Rassisten und Anarchisten die Schuld für die Eskalation.

Proteste in den USA halten seit fünf Tagen an
Im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten hatte Trump am Freitag mit der „unbegrenzten Macht des Militärs“ gedroht, falls die Bürgermeister und Gouverneure die Situation nicht unter Kontrolle bringen würden. Justizminister Bill Barr sagte unterdessen in einer Fernsehansprache, „gewalttätige radikale Elemente“ hätten die zunächst friedlichen Proteste nach Floyds Tod ausgenutzt.

Trumps wahrscheinlicher Herausforderer bei der diesjährigen Präsidentschaftswahl, der Demokrat Joe Biden, verurteilte die Gewalt bei den Anti-Rassismus-Demos, betonte aber zugleich auch das Recht der Demonstranten, gegen Polizeigewalt zu protestieren. „Es ist eine absolut amerikanische Reaktion.“ Biden sprach sich gegen Brandstiftungen und „unnötige Zerstörung“ aus. 

 krone.at

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