Austria

Künstlerin lässt sich selbst von Vögeln auffressen

Mit einem außergewöhnlichen Kunstprojekt hat Maria Bichler, Absolventin der Kunstuni Linz, jetzt einen Preis gewonnen. Sie lässt sich selbst aufessen. Und zwar so.

Das Werk heißt "Eat the Artist". Maria Bichler hat dafür aus Fett und Vogelfutter eine Plastik von sich selbst gestaltet.

Jetzt steht die Figur im Botanischen Garten in Linz. Und wird dort langsam immer weniger. Naturgemäß. Das Kunstwerk dient als Nahrungsquelle für Vögel.

Diese Idee hat die Jury des "Energie AG Talentförderpreises 2019" überzeugt. Bichler holte den mit 4.000 Euro dotierten ersten Preis.

zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch.

"Zeigt irreversible Vorgänge"

"In ihren Arbeiten aus Schokolade, Butter oder zuletzt Fett und Vogelfutter zeigt sie irreversible Vorgänge im Verlauf von thermodynamischen Prozessen auf. Die eingereichte und im Botanischen Garten Linz ausgestellte Installation ist darüber hinaus ein interessantes ironisches Selbstportrait zum Thema Nachhaltigkeit", so die Begründung in einer Aussendung von Energie AG und Kunstuni.

"Verkörpert Nachhaltigkeit"

„'Wir denken an morgen' ist nicht nur das Leitmotto der Energie AG, nachhaltige Energieproduktion ist ein Kernanliegen unseres Unternehmens. Maria Bichler hat mit einer ordentlichen Portion Selbstironie ein Selbstportrait geschaffen, das Nachhaltigkeit verkörpert und stach damit aus der Vielzahl der Einreichungen hervor", so Werner Steinecker, Generaldirektor der Energie AG.

Die Künsterin wurde 1989 in Tirol geboren, studierte von 2009 bis 2017 Plastische Konzeptionen und Keramik an der Linzer Kunstuni.

ThemaCreated with Sketch.Mehr zum Thema