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Kia XCeed: Er vereint das Beste vieler Welten

Wenn man einen rassigen italienischen Sportwagen oder eine flotte Kutsche aus der Garage der deutschen Premium-Anbieter testet, rechnet man damit, dass man da und dort öffentliches Interesse erregt und sich die Leute nach einem (beziehungsweise dem geliehenen Auto) umdrehen. Dass ein koreanisches Mittelklasse-Auto einen ähnlichen Effekt erzielt, kam dann doch eher überraschend. Tatsächlich erwies sich der Kia XCeed als verlässlicher Blickfang, was nicht nur mit der goldgelben Farbgebung zu begründen ist. Bei diesem Auto ist den Koreanern in optischer Hinsicht eine sehr gute Mixtur aus vielen Stilrichtungen gelungen.

Design: Wie erwähnt, gibt es für den XCeed erstaunlich viele bewundernde Blicke. Seine Designer haben sehr gekonnt Formen einer Schräghecklimousine, eines sportlichen Coupe und eines klassischen SUV vereint und damit schlicht und einfach ein schönes Auto auf die Räder gestellt. Das Goldgelb stand dem Testauto außerdem sehr gut, weil es Sportlichkeit und Dynamik unterstreicht. Das sehr schräg gestellte Heckfenster betont genauso die sportliche Note, wie die am Heck angedeuteten großen Auspuff-Endrohre – übrigens ein Fake, denn die echte Auspuffanlage befindet sich woanders.

Er vereint das Beste vieler Welten
Die angedeuteten Auspuff-Endrohre sind nur ein optischer Gag.

Innenraum: Der XCeed hat als erstes Kia-Modell ein voll digitales Kombiinstrument mit den wichtigsten Anzeigen hinter dem Lenkrad. Die Konfiguriermöglichkeiten halten sich zwar in Grenzen (die Karte des Navisystems lässt sich beispielsweise nicht einblenden), aber es gibt ganz nette Ideen. Im Sport-Modus ändert sich beispielsweise das Erscheinungsbild und färbt die Anzeigen rötlich ein. Ein Touchscreen – vulgo Berührbildschirm – in der Mitte des Cockpits ist die Schaltzentrale für verschiedenste Funktionen des Menüs. Es ist zwar nicht in die Mittelkonsole integriert, reicht aber nicht ins Blickfeld des Fahrers hinein. Bei den Materialien und der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern, die Sitze sind komfortabel, man sitzt etwas höher als in einer Limousine und hat einen sehr guten Überblick. Der Kofferraum schluckt 426 Liter – damit ist der XCeed im Segmend der Kompakten ein braver Schlucker.

Fahrwerk: Obwohl er etwas höher gebaut ist als seine Modellgeschwister, lässt sich der XCeed sehr sportlich fahren. Er gibt sich linientreu, wobei sich der Spurhalteassistent öfter als nötig etwas wichtig macht. Das ist manchmal hilfreich, kann aber auch nerven. Grundsätzlich sind jedoch die vielen Assistenzprogramme, die der XCeed schon in der Basisversion anbietet, ein Segen und kein Fluch.

Motor: Der 140 PS starke Turbo-Benziner mit 1,4 Liter Hubraum passt recht gut zu den Dimensionen des Autos. Er ist stark genug, wobei das optische Versprechen nicht ganz eingehalten wird. Die meisten interessierten XCeed-Begutachter hätte den gelben Wagen in die Kategorie "über 200 PS" eingeordnet. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet brav, beim 100-Kilometer-Verbrauch von 7,7 Litern ist der Koreaner zwar kein Sparefroh aber auch kein Verschwender.

Fazit: Der XCeed ist wieder so ein Modell auf dem (VW-) Golf-Platz, das ohne augenscheinliches Handicap antritt. Der Kia-Spruch "Power to surprise" ("Die Kraft zu überraschen") bezieht sich auch auf die Garantie: mit sieben Jahren ist der Koreaner in dieser Kategorie ein echtes Vorbild.

Kia XCeed 1,4 TDGi

Preis: ab 22.490 Euro
OÖN-Testwagen 35.190 Euro

Motor: Vierzylinder-Benziner Direkteinspritzung
Hubraum 1353 ccm
Leistung 103 kW (140 PS) bei 6000 U/min
max. Drehmoment 242 Nm bei 1500– 3200 U/min

Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 8,3/6,0/5,9
OÖN-Test 7,7
Tank/Kraftstoffart 50 l/Benzin

Umwelt: Euro- 6d TEMP EVAP
CO2-Ausstoß 134 g/km

Antrieb: Front Getriebe 7-Gang-Automatik

Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in 9,5 sec
Spitze 200 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4395/1826/1495 mm
Radstand 2650 mm
Leergewicht 1426 kg
Zuladung 434 kg
Kofferraum 426–1378 Liter
Anhängelast gebr. 1410 kg
ungebremst 600 kg

Garantie: 7 Jahre (150.000 km)

Plus: lange Garantiezeit, zahlreiche Sicherheitssysteme, gutes Platzangebot

Minus: der Motor wird bei sportlicher Fahrweise recht durstig

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