Austria

Kein Strom: Rapper spielt Wien-Gig mit Mini-Boxen

Am Dienstag kam es zu einer Kuriosität im Wiener Wuk. Der Kraftklub-Frontmann Felix Kummer hätte ein Solo-Konzert spielen sollen. Es kam aber ganz anders.

Es war eines der am meist erwartenden Alben dieses Jahres in der Musikszene: "Kiox" von Kummer. Der Kraftklub-Sänger startete ein Solo-Projekt und das mit Erfolg. In Deutschland schaffte es die Platte auf Anhieb an die Spitze der Charts. In Österreich war der Musiker wenig erfolgreich. Das hat aber weniger mit der Hitparade zu tun.

Kummer schaute am Dienstag in Wien vorbei. Das Wiener Wuk war um kurz vor 20 Uhr sehr gut gefüllt. Das Konzert ist nämlich ausverkauft. Es hätte eigentlich gleich losgehen sollen. Und tatsächlich: Der Sänger tritt auf die Bühne. Doch Musik gibt es keine. Er erklärt: "Wir haben kein Strom. Irgendwie gibt es Probleme mit dem Stromnetz".

Kürzestes Konzert der Welt

zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Er verspricht seinen Fans aber, dass es bald losgehen würde. Falsch gedacht. Denn auch nach einer ganzen Stunde bleibt es still. Am Ende ist klar: Aus dem Konzert wird nichts mehr.

Kummer will seine Fans aber trotzdem nicht ganz im Stich lassen und überlegt sich eine Kleinigkeit. Er holt kleine Bluetooth-Boxen und kommt mit diesen auf die Bühne. Aus diesen vernimmt man den Sound der aktuellen Single "Bei Dir", welche ihm auch in der Rapszene einiges an positivem Feedback eingebracht hat. Das Publikum singt mit, feiert den Abend trotzdem. Besonders witzig: Die "Lichtshow" übernimmt ein Kollege, der einfach mit zwei Neonröhren herumfuchtelt.

Nach dem wohl kürzesten Konzert der Welt, nimmt sich der Musiker noch massig viel Zeit für die extra angereisten Fans. Es werden Selfies gemacht, es wird geredet, Autogramme werden verteilt. Einen Nachholtermin wird es am 16. Dezember geben und die Karten behalten ihre Gültigkeit. In Erinnerung bleibt die "Show" auf jeden Fall.