Austria

Kanzler Kurz: Jeder Öffnungsschritt ist „unfair!“

Die vergangenen Wochen haben es durchaus in sich gehabt. Einen Tag vor Inkrafttreten des Soft-Lockdowns kommt es zur schwarzen Stunde der Stadt Wien. Ein Attentäter löscht das Leben einige Zivilisten aus. Am Tag danach liegt der Fokus nicht zwingend auf dem Soft-Lockdown, der in Österreich die Infektionszahlen wieder senken soll. Auch generell hat man nicht das Gefühl erhalten, dass der breiten Gesellschaft bewusst ist, dass Verzicht und Disziplin an der Tagesordnung stehen sollten. 

Kurz: „Es gibt auch einen nächsten Tag!“
Bundeskanzler Sebastian Kurz appelliert gleich zu Beginn an die österreichische Gesellschaft. Wenn am Montag die Geschäfte wieder öffnen, gibt es zum einen Quadratmeter-Beschränkungen, zum anderen viele Menschen, die ihre Weihnachtsgeschenke besorgen. „Es gibt auch einen nächsten Tag“, meint Kurz, der die Kauflust potentieller Kunden auf den ganzen Dezember verteilt sehen möchte.

Handel öffnet, Gastronomie bleibt zu: Unfair?
Auf die Frage von Katia Wagner, ob es nicht unfair sei, dass die Gastronomie nicht öffnen dürfe, der Handel aber schon, antwortete der Kanzler: „Jeder Öffnungsschritt ist immer unfair, wenn man so möchte. Es ist leider Gottes nicht möglich, alles gleichzeitig aufzusperren.“ Deshalb musste die Bundesregierung eine gewisse Auswahl treffen. „Je weiter die Öffnung nach hinten verschoben wird, desto weniger Tage bleiben bis Weihnachten“, begründete Kurz den Zeitpunkt der Öffnung. Damit möchte man seitens der Regierung auch verhindern, dass es im späteren Verlauf des Advents zu Menschenansammlungen kommt. 

Szekeres: „Hier ist ein guter Mix gewählt worden!“
Auch der Ärtzekammer-Präsident Thomas Szekeres hat sich zur aktuellen Situation geäußert. Er ist der Meinung, dass die gesetzten und fortgeführten Maßnahmen notwendig sind. „Hier ist ein guter Mix gewählt worden.“, lobt der Mediziner die Entscheidung der Bundesregierung. Zu Weihnachten und Silvester sollen bis zu zehn Personen miteinander feiern dürfen, auch die Ausgangsbeschränkung wird für die Feiertage aufgehoben. „Man muss vorsichtig sein, es ist abhängig davon, wie diese Feiern ablaufen.“ Auf das Lüften, Abstand halten und Maske tragen soll man jedenfalls nicht verzichten.

Hofer: „Politiker müssen auf Experten hören!“
Der FPÖ-Chef Norbert Hofer stellt gleich zu Beginn klar: „Politiker müssen auf Experten hören.“ Nicht alle Entscheidungen der Bundesregierung waren falsch, aber in der FPÖ hätte man im Sommer anders reagiert. „Wenn man weiß, dass eine zweite Welle im Herbst anrollt, muss man besser vorbereitet sein.“ Vor allem im Gesundheitsbereich spricht er von einem kapitalen Fehler im Zusammenhang mit dem Zusperren der Heeresspitäler. Mit Hilfe dieser Institutionen könnte man die nötigen Lücken schließen. 

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