Austria

Junge Impfmuffel sollen mit Partys und Humor geködert werden

© Land Niederösterreich

Niederösterreich und Wien fahren Kampagnen hoch, um Jugendliche zum Impfen zu motivieren.

von Fabiola Noll

Nach unzähligen Debatten ist eines bereits klar: Auch junge Menschen können das Coronavirus verbreiten und selber schwer erkranken. Um die ersehnte Herdenimmunität zu erreichen, muss also ein Großteil der Jugend geimpft werden.

In Niederösterreich bekommen Impfwillige ab zwölf Jahren seit Mitte Mai Termine und auch in Wien ist die Anmeldephase bereits angelaufen. Impfdosen gibt es also, doch nicht jeder junge Mensch brennt darauf, eine davon zu bekommen. Derzeit liegt die Impfbereitschaft bei den 20 bis 29-Jährigen bei über 55 Prozent, bei den zwölf bis 19-Jährigen jedoch bei nur knapp 38 Prozent, heißt es vonseiten des Landes Niederösterreich.

Impfparty in Wien

Während man in den USA versucht, unschlüssige Menschen mit Bier, Lotterien oder sogar Marihuana zum Impfen zu motivieren, plant die Stadt Wien Impfpartys für Jugendliche. Bereits Anfang Juli sollen junge Impfwillige ihren Stich bei Musik- und Fortgehstimmung erhalten.

„Wir versuchen immer in Zielgruppen zu denken. Die Leute sollen sich direkt angesprochen fühlen“, so ein Sprecher der Stadt Wien. Ob es eine große Zusammenkunft im Austria Center oder mehrere kleinere Veranstaltungen an anderen Orten geben wird, ist jedoch noch offen.

"Wähle das Leben"

Doch nicht nur die Stadt versucht die Jugend zum Impfen zu motivieren. Im Rahmen des Forward Festivals für Kreativität, Design und Kommunikation wurden in ganz Wien provokante Plakate aufgehängt, die sowohl Werbung als auch Impf-Appell darstellen sollen. Zu sehen ist eine Person, die einer anderen in den Mund spuckt. Daneben steht in großen roten Buchstaben „Choose Life (get vaccinated)“.

"Impfluencer" für Niederösterreich

Obwohl Jugendliche in Niederösterreich bereits seit mehr als einem Monat geimpft werden können, startet das Land erst jetzt am Donnerstag eine jugendspezifische Impfkampagne in den sozialen Medien. Grund dafür seien die bevorstehenden Sommerferien, heißt es vom Land.

Neben kurzen Werbespots auf Youtube und Spotify werden auf Facebook und Instagram lustige Sujets gezeigt, die direkt zur Impfanmeldung führen. „Aus Schimpfern sollen Impfer und aus Influencern sollen Impfluencer werden“.

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Aus der Influencerin wird...

...die Impfluencerin.

Und aus dem Schimpfer wird...

...der Impfer.

Wenn Jugendliche mit den Posts interagieren - es liken, kommentieren oder teilen - bekommen sie beim erneuten Öffnen der App die "Auflösung". Zudem werden Informationen zur Impfung kurz und prägnant aufbereitet.

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