Austria

Jeannee wegen Beleidigung und übler Nachrede verurteilt

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© APA/AFP/JOE KLAMAR / JOE KLAMAR

Der "Krone"-Kolumnist hatte "Falter"-Chefredakteur Klenk als "verderbte Figur" bezeichnet. Klenk kündigt gegen "mildes Urteil" Berufung an.

Das Straflandesgericht Wien hat Michael Jeannee wegen Beleidigung und übler Nachrede zu einer Geldstrafe von 14.400 Euro - die Hälfte davon unbedingt - verurteilt. Der "Krone"-Kolumnist hatte Falter-Chefredakteur Florian Klenk in einer Kolumne unter anderem als "verderbte Figur" bezeichnet. Die Kronen Zeitung muss eine Entschädigung von 6.000 Euro zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Klenk kündigte gegenüber der APA Berufung an.

Im März wurde Jeannee vom Straflandesgericht Wien in erster Instanz wegen Beleidigung zu einer unbedingten Geldstrafe von 9.000 Euro verurteilt. Keine Verurteilung erfolgte damals wegen des Vorwurfs der üblen Nachrede. Beide Seiten erhoben Berufung. Im Oktober wurden der Schuldspruch sowie das restliche Verfahren durch das Oberlandesgericht Wien aufgehoben und an das Erstgericht zur neuerlichen Verhandlung zurückverwiesen.

Jeannee hatte Klenk in einer "Krone"-Kolumne mit Liste-Jetzt-Gründer Peter Pilz verglichen und unter anderem geschrieben, dass der Politiker "ein Selbstverliebter", "ein gefährlicher Diffamierer", "ein Meister zwielichtiger Tricks", "ein Schmutzkübel- und Anpatzerchef" und "eine verderbte Figur" sei. Über Klenk schrieb Jeannee: "Sie sind der Pilz unter den Journalisten. Ein Getriebener, ein Selbstverliebter, ein Diffamierer, ein Möchtegern-Star usw." Der Falter hatte zuvor über die Wahlkampfkosten der ÖVP berichtet.

Klenk: "Bagatellzahlung"

Klenk kündigte am Donnerstag im Gespräch mit der APA an, neuerlich gegen das "milde Urteil" berufen zu wollen. Die Entschädigung, die er spenden werde, sei am untersten Rand angesiedelt, er halte es für eine "Bagatellzahlung".

Klenk klagte Jeannee sowohl straf- als auch handelsrechtlich. Das Urteil des Handelsgerichts, das die "Krone" zur Veröffentlichung eines Widerrufs verurteilte, ist mittlerweile rechtskräftig.

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