Austria

James konterte "Ibra" in Debatte um Politik-Kommentare

Die Retourkutsche nach dem Rundumschlag von Zlatan Ibrahimovic gegen politisch engagierte Sportler ist prompt erfolgt. Basketball-Superstar LeBron James betonte, sich niemals den Mund verbieten zu lassen.

 "Ich werde niemals nur beim Sport bleiben, weil ich weiß, welche Kraft meine Stimme hat", sagte James am Freitag nach dem 102:93-Sieg seiner Los Angeles Lakers gegen Portland.

Die Vorgeschichte: Fußball-Superstar Ibrahimovic hatte in einem Interview für Discovery+ bekannte Sportgrößen für politische Kommentare getadelt. "Mach, worin du gut bist. Bleib dabei", hatte der 39-Jährige gesagt und in Richtung des politisch sehr aktiven James gemeint: "Er ist phänomenal (auf dem Platz/Anm.), aber ich mag es nicht, wenn Leute einen bestimmten Status haben und dann losgehen und Politik machen. Ich spiele Fußball, weil ich der Beste dort bin. Ich mache keine Politik. Wenn ich das wollte, würde ich in die Politik gehen."

James' Antwort war deutlich. Er würde "niemals die Klappe halten über Dinge, die falsch sind. Ich predige über meine Leute, und ich predige über Gleichheit, soziale Ungerechtigkeit, Rassismus, Unterdrückung von Wählern - Dinge, die in unserer Gemeinschaft vor sich gehen", stellte "King" James klar.

James konterte. "Das ist lustig, dass ausgerechnet er das sagt", sagte er. Es sei Ibrahimovic selbst gewesen, der 2018 in Schweden über ganz Ähnliches gesprochen hatte. Der Fußballer hatte Canal Plus damals über unterschwelligen Rassismus in Schweden und mangelnden Respekt wegen seines Nachnamens gesagt: "Ich bin 100 Prozent sicher, dass er existiert, weil ich kein Andersson oder Svensson bin."

Die Zeit, in der Sportler Bälle werfen, dankbar für ihren Beruf und ansonsten meinungslos sind, ist laut James vorbei. "Es wird für eine lange Zeit nicht mehr der Fall sein." James hat sich wiederholt zu sozialer Ungerechtigkeit in den USA geäußert und unterstützt aktiv die Black-Lives-Matter-Bewegung gegen Rassismus.

Ibrahimovic selbst ist erst vor wenigen Tagen offenbar zum Opfer einer rassistischen Beleidigung geworden. Beim Europa-League-Spiel der Mailänder beim serbischen Club Roter Stern Belgrad war der Schwede mit bosnischen Wurzeln auf der Tribüne von einem Mann als "stinkender Balija" beleidigt worden. Das ist ein Schimpfwort, das von serbischen Nationalisten als abwertende Bezeichnung für Bosniaken verwendet wird. Der europäische Fußball-Verband (UEFA) untersucht den Vorfall.

Nach einem weiteren Vorfall im Mailand-Derby gegen Inter und Wortgefechten mit dem schwarzen Inter-Stürmer Romelu Lukaku musste Ibrahimovic zuletzt Rassismus von sich weisen. "In Zlatans Welt ist kein Platz für Rassismus", hatte der in Malmö aufgewachsene Ibrahimovic auf Twitter geschrieben.

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