Wer hätte gedacht, dass dieses Stück jemals eine solche Karriere machen würde: Hugo von Hofmannsthals "Jedermann", die holzschnittartige Moralpredigt vom unschönen Sterben eines reichen Mannes, kam bei der Gründung der Salzburger Festspiele 1920 ja nur als zweite Wahl ins Spiel. Der eigentlich geplante Text "Das Salzburger große Welttheater" wurde nicht rechtzeitig fertig. "Kein Abend, an den man zurückdenken wird", befand gar die "Nationalzeitung" bereits zur Uraufführung 1911 im Berliner Zirkus Schumann. Und nun läuft er bereits seit 100 Jahren. Wo gibt’s denn sowas!