Austria

Innenminister rügt Ludwigs Taxigutscheine für Senioren: "Fahrlässig"

Innenminister Nehammer wehrt sich gegen "Fake News"

© APA - Austria Presse Agentur

Der türkise Innenminister fordert das Ende der Aktion. Der rote Wiener Bürgermeister zeigt sich über die Kritik "verwundert".

von Stefanie Rachbauer, Dominik Schreiber, Christoph Schwarz

Im Streit um die Öffnung der Bundesgärten sind die Wiener SPÖ und die Bundes-ÖVP bereits geübt: Tag für Tag wird die Auseinandersetzung um eine  – zumeist wenig freundliche – Wortmeldung reicher. Jetzt weitet sich der Konflikt  zwischen Stadt und Bund aus: Der Innenminister höchstpersönlich  rückt aus, um die Taxi-Aktion für Senioren des Bürgermeisters zu kritisieren.

Zur Erinnerung: Vergangene Woche schickte Michael Ludwig (SPÖ) rund 300.000  Wienerinnen und Wienern über 65 Jahre (die in der Corona-Pandemie zur Risikogruppe gehören) je einen Taxi-Gutschein im Wert von 50 Euro. Und zwar, damit diese „notwendige Wege“ nicht in Öffis zurücklegen müssen.

Das kritisiert nun Karl Nehammer heftig. „Wien lockt mit der Taxigutschein-Aktionen die besonders gefährdete Zielgruppe der älteren Menschen bewusst außer Haus. Das ist grob fahrlässig und bringt Menschen in Gefahr“, sagt er zum KURIER. Das Ziel müsse es sein, Senioren „mit allen Mitteln“ zu schützen.

Nehammer fordert Aus

„Gerade Personen über 65 Jahren sind besonders schutzbedürftig und sollten nicht mit anderen Personen in Kontakt kommen. Wir bitten diese Personen, unsere Maßnahmen zu befolgen, damit sie sich nicht anstecken können“, appelliert Nehammer. „Die Taxiaktion der Stadt Wien bewirkt jedoch das genaue Gegenteil.“

Er fordere  Ludwig auf, die Gutschein-Aktion einzustellen und Senioren stattdessen mit Einkaufsdiensten zu unterstützen.

SPÖ "verwundert"

Im Büro des Bürgermeisters zeigt man sich auf KURIER-Nachfrage „verwundert“ über die Kritik. Immerhin gebe in der Corona-Krise ja einen Schulterschluss zwischen dem Bund und allen neun Bundesländern.

Und: Die Taxigutscheine seien nicht dafür gedacht, dass die Senioren damit "in der Stadt herumfahren". Hintergrund der Aktion sei vielmehr, dass die Zielgruppe notwendige Erledigungen und Besorgungen "flexibel" durchführen könne.

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