Austria

Impfungen im Uni-Klinikum St. Pölten: Immer mehr Beschwerden

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Ärzte, die auf Covid-Stationen arbeiten, sind empört darüber, dass die ersten Impfungen allen angeboten worden sein sollen.

von Johannes Weichhart, Patrick Wammerl

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Nach dem KURIER-Bericht über das Impf-Chaos im Universitätsklinikum St. Pölten gehen die Wogen weiter hoch. Mitarbeiter hatten kritisiert, dass das Spital zu wenige Impfdosen geordert hatte. Die Folge: Einige Ärzte, die mit an Corona erkrankten Patienten konfrontiert sind, müssen weiter auf die Spritze warten.

"Priorität wurde nicht überprüft"

Ein Mediziner, der in St. Pölten auf einer Covid-Station arbeitet, formuliert es in einem Schreiben an den KURIER so: "In einer e-Mail der Krankenhausleitung hieß es, dass der vorhandene Impfstoff bevorzugt für die Mitarbeiter der Covid-Normalstationen sowie der Intensivstationen ausgegeben werde. Tatsächlich wurden die Impfungen jedoch allen Mitarbeitern im Haus angeboten, die sich in die Warteschlange gestellt haben, ohne zu überprüfen, ob der Mitarbeiter Priorität hat oder nicht."

Deshalb, so der Arzt, der anonym bleiben will, sei vielfach nicht-medizinisches Personal geimpft worden.

In einem internen Schreiben, das dem KURIER vorliegt, werden Medienberichte über die Situation unterdessen "in Zweifel gezogen". Über die weiteren Entwicklungen wolle man die Mitarbeiter aber auf dem Laufenden halten.

Keine Zweifel hat man übrigens daran, dass ausreichend Impfstoff bestellt wurde, wie Bernhard Jany, Sprecher der Landesgesundheitsagentur, am Dienstag gegenüber dem KURIER betonte.

Impf-Chaos auch in Horn?

Auch das Landesklinikum in Horn betreffend, liegen dem KURIER Informationen über Unstimmigkeiten bei der Verabreichung des Corona-Impfstoffes vor. Nachdem weit mehr Impfdosen als benötigt übrig geblieben sind, sollen Familienangehörige des medizinischen Personals und andere externe Personen zur Immunisierung ins Krankenhaus gekommen sein.

Bernhard Jany bestätigt, dass ein Überangebot vorlag. "Nach Beginn der Impfung hat sich gezeigt, dass mehr als die von Pfizer angegeben fünf Impfdosen aus einer Ampulle gezogen werden können. Es gab also mehr Impfdosen, als im konkreten Impfplan des Hauses vorgesehen. Um nichts zu verwerfen, hat man im Klinikum Horn den Weg gewählt, einer höchst schützenswerten Patientengruppe die Impfung anzubieten", so Jany.

Was externe Personen anbelangt, so habe es sich nur um Dienstleister im Hochrisikobereich - etwa Reinigungskräfte - gehandelt.

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