Austria

Im Bad Ischler Handel bedient am Sonntag der Chef selbst

BAD ISCHL. Erstmals verweigerte die Landesregierung heuer Bad Ischler Innenstadtkaufleuten die Ausnahmegenehmigung, am Sonntag, 8. Dezember Personal zu beschäftigen.

Im Jahr 1466 erhielt Ischl das Marktrecht und zugleich die Erlaubnis, im Rahmen des Nikolomarktes zu Mariä Empfängnis (8. Dezember) die Geschäfte offen zu halten. Auch an Sonntagen. Um ihre Angestellten an diesen Tagen beschäftigen zu dürfen, erhielten die Ischler Innenstadthändler zuletzt stets eine Sondergenehmigung des Landes.

Heuer lehnte Linz jedoch ab – zur Freude der Gewerkschaft. Die meisten der betroffenen Händler lassen die alte Tradition dennoch nicht abreißen. In rund 25 inhabergeführten Geschäften im Stadtzentrum bedienen am Sonntag die Eigentümerfamilien selbst. „Für den Innenstadthandel ist der frequenzstarke Nikolomarkt extrem wichtig“, sagt Marcus Tulach, Obmann des Ischler Wirtschaftsforums. „Der Handel in Bad Ischl lebt von den Touristen. Wir können nicht genau an den Tagen zusperren, wenn die meisten Leute da sind.“