Austria

"Ich muss täglich Tausende Schnittblumen wegwerfen"

"Ich muss täglich Tausende Schnittblumen wegwerfen"
Dietmar Bergmoser

FRANKENMARKT. Ein Hilferuf eines Zierpflanzengärtners aus Frankenmarkt.

"Mit meinen zwölf Mitarbeitern und einem Lehrling sind wir den Coronavirus-Folgen nicht gewachsen." Mit diesen Worten wendet sich Dietmar Bergmoser von der gleichnamigen Zierpflanzengärtnerei in Frankenmarkt in einem offenen Brief an öffentliche Stellen im ganzen Land.

Der Hintergrund: "Wir haben uns auf Schnittblumen spezialisiert und gehören damit zu einer Branche, in der es in ganz Österreich nur eine Handvoll Betriebe gibt. Wir brauchen dringend finanzielle Unterstützung." Die Gärtnerei Bergmoser gibt es seit 60 Jahren. In einem 7000 Quadratmeter großen Glashaus werden im Jahr bis zu 1,2 Millionen Schnittblumen produziert, die über den Fachhandel in Oberösterreich und Salzburg verkauft werden. "Mit Corona sind unsere Vertriebswege zu 100 Prozent weggefallen. Jetzt muss ich täglich zwischen 2000 und 3000 Schnittblumen wegwerfen."

Ein Einstellen der Produktion sei unmöglich: "Unsere Hauptkulturen, Rosen, Gerbera und Alstroemerien, müssen gepflegt werden. Es sind Dauerkulturen, auf fünf Jahre angelegt. Ein Kulturabbruch hätte einen Totalausfall und die Schließung unseres Betriebes zur Folge." Bergmoser will das verhindern, über das Internet verkauft er seine Rosen in ganz Österreich. "Wer am Abend bestellt, bekommt sie zu Mittag zugestellt." (viel)

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