Austria

Hüttensommer: Eine große Sorge und ein Zuwachs an Privatsphäre

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Eine Corona-Maßnahme brachte den Hütten einen Zugewinn, die größte Sorge gilt einer Infektion beim Personal.

von Matthias Nagl

„Das schreckt einen“, sagt Peter Kapelari. Der Fall einer deutschen Wanderin, die nach einer Alpenüberquerung quer durch Tirol samt Übernachtung auf mehreren Hütten positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat auch beim Leiter der Abteilung Hütten des Österreichischen Alpenvereins für Sorgenfalten gesorgt.

Letztlich ging die Sache für die Hüttenbetreiber glimpflich aus. Die Urlauberin steckte zwar Menschen in Tirol an, allerdings „nur“ in einem Privatquartier im Tal. Der Fall zeigt aber, dass der heurige Sommer für die Hüttenwirte ein Tanz auf rohen Eiern ist. „100-prozentige Sicherheit kann es nie geben“, sagt Kapelari.

Leitfaden fürs Übernachten

Für die Übernachtung auf Schutzhütten gelten in diesem  Sommer folgende Regeln:
Hütten sollen nur gesund und mit selbst mitgebrachter Schutzmaske besucht werden. Für Übernachtungen ist im Vorfeld eine Reservierung  notwendig – ohne Reservierung kein Schlafplatz. Außerdem ist das Mitbringen eines eigenen Schlafsacks und Polsterbezuges Pflicht.  Hüttenschlafsäcke sind nicht geeignet

Schlafplätze verloren

So ist bei den Wirten ähnlich wie bei den Hoteliers im Tal die größte Sorge im Moment ein Infektionsfall im eigenen Betrieb. Zumal die Wandersaison trotz schlechten Wetters im Juni besser angelaufen sei als von vielen befürchtet. „Die Reservierungslage ist nicht so schlecht. Von den Tagesgästen gibt es großen Andrang, vor allem in der Nähe der Ballungsräume wie München, Wien oder Linz“, berichtet Kapelari.

Grund für Euphorie besteht natürlich auch auf den Hütten keiner. Durch die Corona-Maßnahmen verlieren die Wirte in Zimmern und Matratzenlagern rund ein Viertel bis ein Drittel der Platzkapazitäten – und damit auch einen Teil des Umsatzes. Doch die Maßnahmen hatten nicht nur negative Auswirkungen.

So wurde in vielen Matratzenlagern Trennwände zwischen den einzelnen Schlafplätzen montiert. Dadurch gibt es neben einer besseren Abtrennung auch mehr Privatsphäre. „Viele haben sich gefragt, warum wir das nicht schon früher gemacht haben“, erzählt Kapelari. Andere Maßnahmen hatten weniger positive Nebeneffekte.

Anonyme Anzeigen

So liefen die Gesichtsschilder aus Plexiglas auf dem Weg von der dampfenden Küche auf die Terrasse regelmäßig an und versetzten Kellner in einen Blindflug. Deshalb ist die Erleichterung über das Fallen der Maskenpflicht groß. Sollte sie neben Oberösterreich auch in anderen Bundesländern zurückkehren, werde man sich selbstverständlich wieder daran halten.

Zumal auch in den Bergen einige Hilfssheriffs unterwegs sein dürften. „Es ist traurig, was da zum Teil passiert“, sagt Kapelari und berichtet von anonymen Anzeigen, die zu Strafen in der Höhe von mehreren 100 Euro für Kellner geführt haben. Den Befund seiner „Sektion Austria“, dass die Corona-Regeln für die Hütten insgesamt „weltfremd“ seien, teilt der Alpenverein als Gesamtorganisation aber nicht.

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