Am 2. November stand Behzad Abdollahi mit einigen Unterstützern vor dem Tokioter Bahnhof Shinjuku und forderte über ein Megafon: "Wir sind Menschen und wollen unsere Menschenrechte geschützt haben." Der Iraner hatte drei Jahre und zehn Monate im Abschiebezentrum Ushiku eingesessen. Er kam vorübergehend auf freien Fuß, nachdem er seinen Hungerstreik beendet hatte. Aber fünf Tage nach seinem Protest und nach insgesamt nur zwei Wochen in Freiheit musste er zurück in seine Zelle. "Mein Körper und meine Seele sind geschunden, ich mag nicht essen und kann nicht schlafen", sagte der Iraner.