Austria

Horrende März-Zahlen: Coronavirus lässt US-Automarkt abstürzen

Pickup-Truck-Montage bei GM in Flint, Michigan

© APA/AFP/JEFF KOWALSKY

Monatsdaten zeigen 42 bis 52 Prozent Minus. Bereits im ersten Quartal gab es ein kräftiges Minus, dabei hat der Stillstand erst begonnen.

Die Kunden bleiben zu Hause, Händler sperren zu: Wie viele andere Branchen leidet die US-Autoindustrie stark unter den Folgen der Corona-Pandemie. Marktführer General Motors (GM) und der Rivale Fiat Chrysler meldeten am Mittwoch kräftige Rückgänge bei den Verkaufszahlen fürs erste Quartal.

Auch der deutsche Branchenriese Volkswagen musste bereits erhebliche Abstriche machen. Die März-Zahlen, wo sich die Krise erstmals wirklich ausdrückt, sind ein schlechtes Omen für das, was noch kommen dürfte.

Minus 42 Prozent im März

VW verkaufte in den vergangenen drei Monaten 75.075 Autos - das sind um 13 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr, wie das Unternehmen am US-Sitz in Herndon (Virginia) mitteilte. Von Jänner bis Februar stiegen die Verkäufe noch um 9,4 Prozent, bis sie im März wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 um 42 Prozent einbrachen.

Auch die VW-Sportwagentochter Porsche bekam die Corona-Krise bereits deutlich zu spüren. Mit 11.994 Autos wurde der Oberklassehersteller 20,2 Prozent weniger Fahrzeuge los als im Vorjahreszeitraum. Wie in Europa mussten auch in den USA viele Händler schließen. Trotz der kurzfristigen Unsicherheit wolle Porsche allen Mitarbeitern und Kunden Sicherheit und Hilfe bieten, sagte US-Chef Klaus Zellmer.

Marktführer ohne März-Daten

Bei US-Marktführer GM hielt sich der Absatzrückgang im ersten Quartal mit minus sieben Prozent noch in Grenzen. Allerdings nahm die Corona-Krise erst im März richtig Fahrt auf - für diesen Zeitraum weist der Autokonzern keine konkreten Zahlen aus. Das deutliche Quartalsminus lässt erkennen, wie düster die Lage ist. Anleger reagierten nervös und ließen den Aktienkurs von GM im US-Börsenhandel zeitweise um mehr als sieben Prozent fallen.

Fiat Chrysler verkaufte in den vergangenen drei Monaten zehn Prozent weniger Autos auf dem US-Markt.

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford will seine Zahlen erst an diesem Donnerstag vorlegen.

Noch deutlicher wurden die verheerenden Folgen der Corona-Pandemie fürs Geschäft bei den Herstellern, die monatliche Absatzbilanzen veröffentlichen. Hyundai etwa wurde im März 43 Prozent weniger Neuwagen bei US-Kunden los als im Vorjahr. Mazda und Mitsubishi erlitten Einbußen um 42 Prozent beziehungsweise um 52 Prozent.

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