Während der Pandemie müssen viele Entscheidungen auf der Basis von Annahmen getroffen werden. Dabei ist es nachvollziehbar, dass sich Öffnungsdaten immer und immer wieder verschieben, weil das Ziel nicht erreicht wurde. Weniger menschlich ist es, wenn in dieser todernsten Situation Fehler aus Oberflächlichkeit oder Unzuständigkeit gemacht werden. Anders kann ich es nicht erklären, dass Arbeitsmediziner im Impfplan Wiens schlicht und einfach vergessen wurden. Während in der Bundeshauptstadt zuletzt 11.000 Ärztinnen, Ärzte, Ordinations- und Pflegepersonal bis hin zu Hebammen geimpft wurden, blieben Arbeitsmediziner ohne eigene Ordination unberücksichtigt.