Wien – Der Presserat sieht in zwei Artikel, erschienen im Februar in "Heute" ("Mordverdächtiger war zwei Monate in Anstalt") und auf heute.at ("Mutter erwürgt: Sohn war acht Wochen in Psychiatrie") einen schwerwiegenden Ethikverstoß. "Heute" berichtete, dass ein 28-Jähriger seine Mutter erwürgt haben soll und zuvor bereits acht Wochen in psychiatrischer Behandlung gewesen sei. Eine Mitarbeiterin des Justizministeriums wandte sich im Jahr 2018 an den Presserat, weil es im Zuge der Recherchen zu diesen Artikeln zu einer unlauteren Materialbeschaffung gekommen sein könnte. Ein "Heute"-Journalist soll sich als leitender Ermittler ausgegeben haben, um an Informationen und private Fotos zu gelangen.