Austria

Grüner Pass als Signal für den Sommer

Venice Beach And The Mediterranean Sea

© Getty Images / StockImages_AT/istockphoto

Ein Stück Freiheit, das man in der Hand- oder Hosentasche mit sich tragen und wie einen Joker als Türöffner einsetzen kann

von Simone Hoepke

Die Politik braucht dringend einen Erfolg in der Bekämpfung der Corona-Pandemie, und diesen soll der Grüne Pass bringen. Also ein digitales Dokument, das belegt, dass man geimpft, genesen oder zumindest getestet ist.

Ein Stück Freiheit, das man in der Hand- oder Hosentasche mit sich tragen kann. Und wie einen Joker als Türöffner einsetzt. In der Ferienanlage, am Flughafen, in der Finca. Und beim Wirt ums Eck, an dessen Stammtisch man lautstark debattiert, ob man jetzt ein „Impfprivilegien-Ritter“ ist oder „nur“ seine alten Grundrechte zurückerobert hat.

Nun bekommt die Europäische Kommission also eine Liste mit Punkten übermittelt, auf die sich wichtige Tourismusländer Europas in Sachen „Grüner Pass“ einigen konnten (siehe KURIER am Montag).

Ein kleiner Etappensieg, den sich Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ans (imaginäre) Revers heften will. Schließlich war sie es, die Ende März Vertreter aus zwölf Ländern zusammengetrommelt hat, die ein gemeinsames Problem haben: Die Abhängigkeit vom Tourismus. Und damit das gemeinsame Ziel, die Branche rechtzeitig zum Saisonstart hochzufahren.

Eines der ersten Länder, das sich einen digitalen Impfpass wünschte, war übrigens Griechenland, das in normalen Jahren ein Fünftel seines Bruttoinlandsprodukts mit Touristen verdient. Die Rufe nach dem Pass verhallten allerdings zunächst relativ ungehört in den politischen Zirkeln Brüssels, weshalb die Griechen ziemlich schnell ziemlich nervös wurden und laut über bilaterale Abkommen – etwa mit dem Impfweltmeister Israel oder auch Großbritannien – nachdachten. Die EU drohte einmal mehr ein altbekanntes Bild abzugeben: jenes eines Fleckerlteppichs aus nationalen Alleingängen.

Der Aufschrei aus der Hotellerie folgte wie das Amen im Gebet. Wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht, sind es letztlich die Betriebe, die in der Zettelwirtschaft untergehen. Ob noch vor der Hochsaison ein einheitlicher Impfpass an den Start geht, bleibt abzuwarten. Aufgrund der hohen Abhängigkeit von der Sommersaison ist der politische Wille in den Ländern jedenfalls da. Viele haben groß angekündigt, dass sie die nationale Umsetzung des Passes sogar früher schaffen können.

Bleibt die Frage, wann überhaupt die Hotels wieder ihre Pforten öffnen. Touristiker in Österreich rechnen mit Pfingsten, also dem Wochenende um den 23. Mai. Wer dann dort einchecken wird, ist relativ klar: Gäste aus dem eigenen Land. Für alle anderen gelten – mit wenigen Ausnahmen – Quarantänevorschriften, die die Lust auf „Urlaub in Österreich“ im Keim ersticken.

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