Austria

Gruber tritt zurück: „Hatte unglaubliches Glück!“

Diesmal ist wirklich Schluss!

Der Nordische Kombinierer Bernhard Gruber beendet mit 38 Jahren seine Karriere. Nach seinem Zusammenbruch im finnischen Lahti musste sich der Salzburger einem weiteren Eingriff am Herzen und unterziehen, dabei bekam er seinen dritten und vierten Stent eingesetzt.

„Da habe ich ordentlich eine drübergezogen bekommen“, erklärt der erste und bislang einzige österreichische Einzelweltmeister (2015). „Das hat mich zum Nachdenken gebracht.“

Nach reiflicher Überlegung kam der Entschluss, die Skier ins Eck zu stellen. „Ich beende meine Karriere“, meinte der Routinier, der 13 Medaillen bei Großereignissen eroberte.

Bernhard Gruber, Kombinierer außer Dienst, über ...

... die dramatischen Momente beim Weltcup in Lahti:

Es war, als würde jemand mein Herz im Schraubstock zusammendrücken. Ich hatte aber unglaubliches Glück. Was wäre gewesen, wenn ich mit Mario (Seidl, Anm.) in den Wald gelaufen wäre? So hat alles gepasst, bin ich noch in in die Umkleidehalle gekommen. Ich habe Gott dafür gedankt, dass er da mitgeholfen hat. Denn in Lahti gibt es ein Krankenhaus mit Spezialisierung auf Kardiologie. Ein finnischer Spezialist hat mir die Stents eingesetzt und super Arbeit geleistet.

... den Reifeprozess mit dem Resultat Karriereende:

Es hat sich in den Gesprächen ergeben, auch mit den Ärzten. So wie der Vorfall in Lahti war, als ich ordentlich eine drübergezogen bekam - das war echt heftig und hat mich zum Nachdenken gebracht. Mir wurden zwei weitere Stents implantiert, ich habe jetzt vier. Und dann noch Spitzensport? Es war das Vernünftigste, meine Karriere zu beenden. Man darf das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Hätte die Rettungskette nicht so schnell gefunkt, hätte es anders ausgeschaut, was mich schon nachdenklich gemacht hat.

... Gespräche mit seiner Familie:

Meine Frau Margret hatte brutale Angst um mich. Als ich zurück nach Salzburg kam, waren sie und meine Kids heilfroh, dass ich schon wieder auf eigenen Beinen stehen konnte. Familienintern war es so, dass es keine große Diskussion gab. Ich habe natürlich gehadert, war ja wieder da, war springerisch, läuferisch wieder dabei. Daher hat das alles sehr wehgetan. Margret hat mich aber runtergeholt und gemeint, es gibt ein Leben nach dem Sport. Sie wollte mich als gesunden Familienvater haben, solange wie möglich mit mir zusammen sein. Ich habe so eine wundervolle Familie zuhause, die will ich weiterbegleiten, in die Arme schließen können. Die Entscheidung war daher klar.

... seinen aktuellen Gesundheitszustand:

(lacht) Mein Umfeld will mich schon wieder bremsen. Ich gehe wieder langlaufen. Mein Herzerl braucht das einfach. Ich fühle mich gut, gehe es aber gemächlich an. In Salzburg mache ich eine ambulante Reha, fahre Ergometer, mache Kraftaufbau.

... besondere Erinnerungen an seine Karriere:

Die ganzen Erlebnisse mit meinen Teamkollegen, die Reiserei, die Wettkämpfe, die Unterstützung der Familie, die Trainingsgestaltung - diese Erinnerungen will ich mir bewahren, das hat es ausgemacht. Wenn man hart trainiert, das nötige Quäntchen Glück hat, belohnst du dich mit Medaillen. Das sind so schöne Momente. Diese Eindrücke am Tag X bleiben unvergesslich.

Ich möchte mich so fit wie möglich machen, dafür sorgen, dass das Herz keine Schäden nimmt. Ich will wieder ganz normal im Leben stehen.

... seine Gefühlslage ob des Rücktritts:

Es ist schon ein komisches Gefühl. Ich war mitten im Leistungssport und wurde rausgerissen. Da habe ich natürlich ein weinendes Auge. Es ist auch ein mulmiges Gefühl, denn ich hätte sehr gerne meine Karriere fortgesetzt. Es ist aber ein Trost, dass ich viele Projekte im Kopf habe.

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