Austria

Große Umfrage: Wiener sind für härteren Lockdown

Die Sorge vor Tod und Krankheit wiegt schwerer als die Einschränkungen durch Corona. Während eine Minderheit gegen die Maßnahmen auf die Straße zieht (S. 14) ist die Mehrheit für harte Schritte, um das Virus endlich zu besiegen. Das geht aus einer Triple-M.-Umfrage unter mehr als 1000 Wienern für W24 hervor.

Das sind die spannendsten Ergebnisse der Umfrage:

+ 46 Prozent sehen den gegenwärtigen Lockdown im Osten Österreichs als zu wenig streng an. Nicht einmal jeder Vierte (23 Prozent) empfindet die Beschränkungen als zu stark.

+ Sollten die Infektionszahlen weiter steigen, fordern fast zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) noch schärfere Einschnitte. Insbesondere Wähler von ÖVP, Grünen und SPÖ sind für diesen Schritt. FPÖ-Anhänger sind strikt dagegen und fordern Öffnungen. Unter den Neos-Sympathisanten ist die Meinung geteilt.

+ 72 Prozent wollen in den nächsten Wochen Kontakte mit anderen Menschen möglichst gering halten, um Ansteckungen zu vermeiden.

+ 57 Prozent lehnen Eintrittstests für den Handel – vergleichbar mit jenen für den Frisör etc. – ab. Für ein paar neue Schuhe vorher zur Teststraße zu fahren erscheint den meisten doch zu aufwendig. Lebensmittelgeschäfte hätte man sowieso – so wurde es zumindest politisch diskutiert – weiter ohne Test betreten dürfen.

Rathauskoalition legt in der Gunst der Wähler zu
Neben Corona wurden die Wiener Stadtpolitik abgefragt. Wäre heute Gemeinderatswahl, ginge die SPÖ mit 46 Prozent als klarer Sieger hervor. Die Genossen können im Vergleich zum Urnengang 2020 (41,6 Prozent) kräftig zulegen. Auch die Pinken profitieren von ihrer Regierungsbeteiligung. Die Neos klettern auf 11 Prozent (Vorjahr: 7,4 Prozent). Die ÖVP rutscht von 20,4 auf 16 Prozent ab. Die Freiheitlichen legen auf 13 Prozent zu (Oktober: 7,1 Prozent). Die Grünen sind mit 11 Prozent schwächer als im Herbst (14,8 Prozent). Die Bundespolitik mag hier mitschwingen. Es geht jedoch auch um Persönlichkeit. Bürgermeister Michael Ludwig würde bei einer Direktwahl glatte 67 Prozent einfahren. Alle anderen Spitzenkandidaten liegen da weit abgeschlagen.

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