Austria

Gesundheitsminister hielt Sprechstunde für Kinder: Ferienlager möglich

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Mittwoch in Wien eine Sprechstunde für Kinder im Rahmen einer Pressekonferenz abgehalten. Zuvor hatte er bereits in 40 Livestreams via Social Media Alltagsfragen der Bevölkerung beantwortet. 

Mit den Sprechstunden sei in den vergangenen Wochen schon "sehr viel an Missverständnissen aufgeklärt worden", sagte Anschober. Aus seiner Sicht haben aber "Kinder und Jugendliche in der Krise viel zu wenig Platz", weshalb ihnen nun ermöglicht wurde, Fragen einzureichen. Bei der Pressekonferenz mit dabei waren auch die Allgemeinmedizinerin Susanne Rabady und die 14-jährige Schülerin Pauline, die stellvertretend für Kinder und Jugendliche Fragen stellte und auch schilderte, wie sie die vergangene Zeit während der Coronavirus-Pandemie erlebt hatte. Sie selbst habe während der Ausgangsbeschränkungen "die langen Schlafenszeiten" sowie die "freie Zeiteinteilung genossen". Dazu wurden Fragen vorgespielt, die Kinder mit Videos eingereicht haben. Sie wollten unter anderem wissen, wie gefährlich SARS-CoV-2 für Kinder ist. Prinzipiell müssen diese keine Angst haben, erläuterte Rabady. Sie wies darauf hin, dass "das Virus ansteckt, nicht Kinder, nicht Erwachsene". Viele Kinder hätten Angst, "ihren Großeltern wehzutun". "Davor müsst ihr euch nicht fürchten, haltet das Virus auf Abstand", betonte die Ärztin.

Impfung: "Es ist nur ein Pieks und gleich wieder vorbei"

Die Kinder wollten unter anderem von Anschober wissen, was passiert, wenn die Zahl der Infektionen wieder ansteigt. "Dann müssen wir Gegenmaßnahmen setzten" und vielleicht die eine oder andere Öffnung verschieben, antwortete Anschober. Thematisierte wurde auch eine Impfung als auch eine mögliche Impfpflicht. Diese werde es nicht geben, wurde einmal mehr betont. Aber die Impfung schützt, "es ist nur ein Pieks und gleich wieder vorbei", sagte Rabady.

"Fast alle Fragen sind ganz schwer zu beantworten, das Virus ist nicht berechenbar", sagte Anschober. Zwei Buben wollten beispielsweise wissen, ob sie im Juli ihren Geburtstag beim Kegeln feiern können. "Ein paar Freunde zu einer Geburtstagsfeier einzuladen wird nicht die Tragödie sein", sagte Anschober. Trotzdem sei es wichtig, Hygienemaßnahmen und Mindestabstand einzuhalten.

Die derzeit nicht abgehaltenen Turnstunden beschäftigten die Kinder und Jugendlichen ebenso. Hier kam der Vorschlag, diese doch ins Freie zu verlegen. Diesbezüglich werde derzeit geprüft, "welche Maßnahmen gut passen, ob wir manches verändern, vereinfachen", kündigte Anschober an. Der Bereich der Schule gehöre da dazu, in den "nächsten Tage" wolle man veröffentlichen, wie weiter vorgegangen werde.

Ferienlager-Planung kann jetzt starten

Eine Frage betraf Sommerferienlager. Diese können laut Anschober ab Freitag mit der heute veröffentlichten Novelle zur Covid-19-Lockerungsverordnung abgehalten werden. Betreiber können "jetzt zu planen beginnen", meinte der Gesundheitsminister. "Spätestens im Lauf der nächsten Woche wird es dazu Empfehlungen geben", kündigte Anschober an.

Er zeigte sich außerdem zuversichtlich, dass es im Herbst "wieder eine normale Schule geben kann". Derzeit wird der Unterricht in geteilten Klassen abgehalten.

Aktuell bleibe jedenfalls als eine der wichtigsten Regelungen der Ein-Meter-Sicherheitsabstand. Dieser müsse auch nach dem Freitag weiter eingehalten werden - "gleichgültig welche Veranstaltung abgehalten wird". Möglich sind dann wieder Hochzeiten und Begräbnisse mit bis zu 100 Teilnehmern. Zu Eheschließungen habe es jedenfalls "mit Abstand die meisten Anfragen" in der vergangenen Zeit ans Gesundheitsministerium gegeben. Auch bei diesen Feierlichkeiten muss ein Ein-Meter-Sicherheitsabstand eingehalten werden. Dafür werde es Empfehlungen geben, "wir werden das möglichst zeitnah präzisieren", sagte Anschober. Das "Grundmotto ist möglichst viel Hausverstand und Selbstbestimmung zuzulassen", betonte der Minister. Kontrollen der Gesundheitsbehörde oder Polizei werde es nicht geben. "Ich habe ganz großes Vertrauen in die Bevölkerung", konstatierte Anschober.

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