Austria

"Gerechte Strafe Gottes": Andrä Rupprechter wollte ironisch sein

Ex-Landwirtschaftsminister Rupprechter löscht Tweet über Kärntner Bischof und erklärt sich.

von Johanna Hager

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter lässt nach der Ernennung des neuen Kärntner Bischofs am Dienstag via Twitter wissen: "Die gerechte Strafe Gottes für die Kärntner: ein Slowene als Bischof."

Nach einem klatschenden Emoji schreibt der gebürtige Tiroler Rupprechter weiter: "Gottes Wege sind tief und unergründlich. Amen" und schließt mit einem betenden Hände-Emoji.

Damit spielt Rupprechter auf die Herkunft von Josef Marketz an. Der bisherige Direktor der Caritas Kärnten Marketz ist Kärntner Slowene, in St. Philippen ob Sonnegg/St. Lips in der Gemeinde Sittersdorf/Zitara vas (Bezirk Völkermarkt) geboren.

Mehrere Stunden und zahlreiche kritische Tweets später löscht Rupprechter den Tweet und ersetzt ihn gleichsam durch einen neuen. "Ich wünsche Bischof Marketz alles Gute und gratuliere ihm zu Ernennung. Dass mein vorheriger Tweed (Anmerkung: Tweed ist ein Stoff/Tweet eine Nachricht auf Twitter. Kurz später schreibt Rupprechter TWEET) ironisch gemeint war sollte man erkannt haben. Falls ich dadurch beleidigt habe entschuldige ich mich dafür. AR"