Austria

Geldanlage: "Emotionen sind schlechter Ratgeber"

Die Corona-Krise hat zwar die Finanzmärkte schwer erschüttert, Geldanleger sollten aber Ruhe bewahren und ihre Anlagestrategie beibehalten, rät Stefanie Huber, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oberösterreich.

OÖN: In den vergangenen Wochen wurden die Finanzmärkte, vor allem auch die Aktienbörsen, schwer erschüttert. Was sollen Privatanleger jetzt kurzfristig tun?

Stefanie Huber: Sie sollten ihr Anlageverhalten nicht ändern. Ein gut und breit aufgestelltes Portfolio ist nach wie vor sinnvoll. Daran hat die Krise nichts geändert. Man soll sich jetzt auf keinen Fall von Emotionen leiten lassen. Emotionen sind schlechte Ratgeber.

Weil die Aktienkurse so stark gefallen sind, ist auch immer wieder von Chancen die Rede. Wie sehen Sie das?

Chancen nützen ist natürlich immer gut. Aber wer ein breit aufgestelltes Portfolio hat und regelmäßig anspart, nimmt diese Chancen ohnehin automatisch mit. Mit kleineren Beträgen, die man regelmäßig etwa in einem Investmentfonds anspart, ist man bei der Vorsorge langfristig gut aufgestellt.

Es heißt, nach der Corona-Krise wird die Welt anders aussehen. Soll man daher auch seine Anlagestrategie ändern?

Es hat schon bisher nach jeder Krise geheißen, dass die Welt jetzt eine andere ist. Ich sehe daher keinen Grund, die Strategie zu ändern. Ein breit aufgestelltes, gut diversifiziertes Portfolio ist die bestes Strategie bei der Geldanlage. Das gilt nach wie vor.

Ethische Geldanlage ist derzeit in Diskussion. Bisher hieß es, für ein gutes Gewissen müsse man auf Rendite verzichten. Ist das noch immer so?

Ethische Geldanlage ist bei uns schon seit 20 Jahren Thema. Ursprünglich hieß es, dass man da bei der Rendite Abstriche machen müsse. Das ist längst vorbei. Klimaschutz, Menschenrechte und ähnliche Anliegen sind längst in der Gesellschaft verankert. Ethische Fonds haben daher bei der Rendite keine Nachteile.

Sie haben mit der Sparkasse OÖ KAG eine Fondsgesellschaft im Haus. Welche Vorzüge hat die gegenüber Mitbewerbern?

Unsere Kapitalanlagegesellschaft ist die älteste in Oberösterreich. Sie verwaltet in 60 Fonds 2,3 Milliarden Euro. Sie war von Anfang an auf die Bedürfnisse von Privatanlegern fokussiert. Dazu kommt, dass wir einen großen Wert auf Regionalität legen. Wir sind im Wirtschaftsraum Oberösterreich stark verankert. Wir bieten aber die komplette Fonds-Palette an. Unsere Fonds sind so aufgebaut, dass sie den Anlegern das Investieren in kleinen Tranchen möglich machen.

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