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Gegen Rentenreform: Frankreich steht weiterer Streik-Tag bevor

Die Gewerkschaften in Frankreich wollen so lange weiterstreiken, bis Präsident Macron die Rentenreform zurücknimmt.

Der Streik im öffentlichen Dienst in Frankreich gegen die Rentenreform-Pläne der Regierung dürfte auch am Freitag weite Teile des öffentlichen Lebens lahmlegen. Die Gewerkschaften erklärten, sie wollten so lange weitermachen, bis Präsident Emmanuel Macron seine geplante Rentenreform zurücknimmt.

Die Eisenbahner stimmten dafür, ihren Streik bis Freitag zu verlängern. Die Gewerkschaften des Pariser Bus- und U-Bahn-Betreibers RATP wollten sogar bis Montag ihre Arbeit niederlegen. Andere Gewerkschaften wollten am Freitag entscheiden, wie lange sie den Ausstand fortsetzen.

Gegen die Rentenreform-Pläne waren am Donnerstag bereits hunderttausende von Demonstranten auf die Straße gegangen. Der öffentliche Nahverkehr in der Hauptstadtregion Paris und in großen Teilen des Landes kam praktisch zum Erliegen. Zahlreiche Metro-Stationen waren zu den Stoßzeiten weitgehend verwaist.

zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch in Lyon und Marseille gingen viele Menschen auf die Straßen. Polizeiangaben zufolge nahmen landesweit rund 800'000 Menschen an den Protesten teil, davon 65'000 in Paris. Die Gewerkschaften gehen von einer höheren Teilnehmerzahl aus.

Neues Pensionssystem

Macron will Frankreichs veraltetes Rentensystem vereinfachen, das mehr als 40 verschiedene Pensionsformen umfasst. Dabei variieren Renteneintrittsalter und Pensionsleistungen. So können beispielsweise Bahnangestellte wesentlich früher in Rente gehen als andere Beschäftigte.

Macron hält das System für unfair und zu teuer. Er fordert ein einheitliches, auf Rentenpunkte basierendes System, das für alle Franzosen gleichermassen gelten soll. Laut OECD-Daten steckt Frankreich rund 14 Prozent der Wirtschaftsleistung in das Rentensystem, in Deutschland sind es zehn Prozent.

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