Austria

Gedränge auf den Bühnen: Neustart nach der Corona-Zwangspause

Die Wiener Volksoper startet mit einer Premiere und einem bekannten Gesicht: "Der Teufel auf Erden"

© Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Es geht wieder los. Österreichs Bühnen, Konzerthäuser, Kinos erwachen heute aus der Zwangspause. Fast überall heißt es „Vorhang auf“. Das Wiedersehen mit Otto Schenk fällt hingegen aus

Während es in den Publikumsrängen noch heißt: Nur jeder zweite Platz darf besetzt sein (Besuchergruppen dürfen zusammen sitzen), herrscht auf den Bühnenbrettern ab heute Gedränge. Viele Produktionen standen bereits in den Startlöchern und werden nun, da die Häuser wieder öffnen dürfen, gespielt.

Theater

Das Burgtheater bleibt zwar aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen, aber auf seinen Nebenbühnen herrscht mit insgesamt acht Premieren Hochbetrieb. Das Akademietheater startet am 19. Mai, dem Tag der Wiedereröffnung, mit der Premiere von August Strindbergs „Fräulein Julie“ in der Regie von Mateja Koleznik. Auch in Kasino und Vestibül stehen Premieren an.

Neo-Intendant Kay Voges musste Monate lang darauf warten, das frisch sanierte Volkstheater zu eröffnen. Ab 26. Mai ist es soweit – mit Bernhards „Der Theatermacher“. Außerdem stehen Jandls „Der Raum“ (28. Mai) und Becketts „Endspiel“ (2. Juni) auf dem Programm.

„Voraufführungen“ nennt das Theater in der Josefstadt jene Neuproduktionen, die man in der restlichen Saison zeigt: gleich heute „Der Bockerer“ mit Johannes Krisch.

Es folgen die Uraufführung „Die Stadt der Blinden“ (ab 27. Mai) und die Schnitzler-Dramatisierung „Der Weg ins Freie“ (ab 3. Juni). In den Kammerspielen wird „Die Dreigroschenoper“ mit Herbert Föttinger und Maria Bill gezeigt (ab 3. Juni).

Leider kein Wiedersehen mit dem großen Otto Schenk gibt es in Tschechows „Kirschgarten“. Die geplanten Abschiedsvorstellungen wurden nun – nach einer Probe mit dem 90-Jährigen – abgesagt.

Musiktheater

Die Staatsoper gestaltet den heutigen Auftakt mit Frank Castorfs neuer „Faust“-Inszenierung. Es folgen die Ballett-Wiederaufnahme „A Suite of Dances“, eine „Tosca“ mit Piotr Beczala und vor allem die Premiere von „L’incoronazione di Poppea“ (22. Mai). Ab 26. Mai geht es mit dem ursprünglichen Spielplan weiter. Es stehen noch einige Publikumspremieren der zuletzt aufgezeichneten Werke an.

Das Theater an der Wien kann nun wie geplant am 26. Mai in der Kammeroper mit dem „Tristan Experiment“ von Regiedebütant Günther Groissböck die letzte Saisonpremiere feiern. Im Haupthaus werden die zwei konzertanten Opern „Armida“ und „Cajo Fabricio“ nachgeholt.

Die Volksoper hat bereits heute eine Premiere zu bieten: die Operettenrarität „Der Teufel auf Erden“ (siehe Artikel rechts), gefolgt von Sondheims Broadway-Highlight „Into the Woods“ am 27. Mai.

Ab 26. Mai steht das Erfolgsmusical „Cats“ wieder auf dem Spielplan des Ronacher.

Konzert

Am Sonntag, dem 23. Mai, präsentieren Ernst Molden und der Nino aus Wien ihr neues Album "Zirkus" live im Wiener Rabenhof. Es sind zunächst hauptsächlich heimische Popmusiker, wie etwa Voodoo Jürgens (Wienerlied-Festival Wean hean ab 19. Mai), die auf den Bühnen stehen.

Während im Popbereich noch kleinere Brötchen gebacken werden, weil man auf größere Stehplatzkonzerte angewiesen ist, schaltet das Wiener Konzerthaus gleich auf „Hochbetrieb“. Am 19. Mai beendet die Camerata Salzburg die Unterbrechung des Spielbetriebs. Der Wiener Musikverein nimmt den Konzertbetrieb am selben Tag mit dem Gustav Mahler Jugendorchester und am 20. Mai mit einem Beethoven-Konzert Daniel Barenboims am Klavier wieder auf.

Kabarett

Auch die Kabarettszene startet wieder durch: Der Wiener Stadtsaal eröffnet gleich am 19. Mai mit der Premiere von Lukas Resetarits’ 28. Solo-Programm „Das Letzte – Kein Abschied“. Am 10. Juni folgt ein weiterer Kapazunder. Josef Hader präsentiert nach „Hader muss weg“ (2004) wieder ein neues Solo: „Hader on Ice“.

Das Theater im Park öffnet schon am 21. Mai seine Pforten, wenn Michael Niavarani Night-Talk-Legende Harald Schmidt zum Freiluftgespräch auf die Bühne bittet.

Kino

Die Multiplexe warten noch auf US-Blockbuster. In kleineren Lichtspielhäusern gibt es schon ab heute Reprisen und Arthouse-Filme wie "Was wir wollten" mit Lavinia Wilson und Elyas M'Barek. Der österreichische Film von Ulrike Kofler war bisher pandemiebedingt nur auf Netflix zu sehen, aber dort sehr erfolgreich.

Am 27. Mai startet der Oscar-Abräumer „Nomadland“ von Chloé Zhao. Ab 1. Juni machen dann Filmfestivals Lust auf mehr: Das Crossing Europe in Linz, dann ab 8. Juni die Diagonale in Graz.

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