Austria

Frühlingserwachen heuer wichtiger als je zuvor

Es ist schon beeindruckend, wie die Natur jedes Jahr im März wieder zu neuem Leben erwacht. Denn auch die Pflanzen waren im „Lockdown“ – aber wie jedes Jahr: monatelang nur Schnee und Kälte. Dann im Frühjahr kämpfen sich die ersten Pflänzchen durch die teils noch bretterharte Erde, es sprießen trotz kaltem Wind die ersten Knospen und jeglichen Widerständen zum Trotz färben sie die Landschaft grün, bunt, vital. Frühlingserwachen? Wohl eher Frühlingskampf.

Unsere Umweltkämpfer
Hohen Einsatz zeigen dabei nicht nur die Pflanzen selbst, sondern auch die Mitarbeiter der Grünanlagen der Stadt Innsbruck. Denn es geht mittlerweile um mehr als nur Zierde. Bloßes Aufhübschen der Stadt war gestern – auch wir, die Menschen, befinden uns im Kampf: Wir kämpfen dafür, die Klimakrise in den Griff zu bekommen – und das nicht nur im Frühling.

25.000 Bäume, 1,35 Millionen Quadratmeter Grünfläche, 87 Spiel- und Sportplätze, sieben Friedhöfe mit 30.000 Grabstellen – darum kümmern sich Vorstand Thomas Klingler und sein Team. „Unsere Hauptaufgabe ist es, Parks, Spielplätze, Grünflächen und Friedhöfe in Schuss zu halten und die grüne Infrastruktur in der Landeshauptstadt weiterzuentwickeln. Im Vordergrund steht ein sparsamer Einsatz der Mittel sowie die Sicherung von städtischem Vermögen“, erklärt Klingler.

107 Fixangestellte arbeiten Vollzeit, acht Lehrlinge – fünf davon weiblich, was eine Trendwende bedeutet, war der Beruf des Gärtners doch lange männlich dominiert. Das Budget umfasst knapp über eine Million Euro, während 2,9 Millionen eingenommen werden.

Bewahren und pflegen
Innsbruck hat nicht nur eine positive Baumbilanz, sprich, es werden jährlich mehr Bäume gepflanzt als gefällt, sondern auch sonst viele Grünflächen. Das Referat Pflege und Service hält Rad- und Fußwege, 62 Spielplätze und 25 Ballspielplätze, 41 Kindergärten und Horte, 31 Schulen, Parks, Promenaden sowie die Grüninseln in Schuss. Die von Stefan Engele geführte Abteilung umfasst 60 ganzjährige Vollzeitstellen, 41 Saisonbeschäftigte, sechs Lehrlinge und bis zu zehn Menschen mit Fluchthintergrund. Nicht nur die Natur unterliegt einer ständigen Veränderung, auch das grüne Stadtbild. Für Gestaltung neuer Grünanlagen ist das Referat Planung und Bau mit Leiter Markus Pinter zuständig. Immer öfter können Bürger, auch die ganz kleinen, zum Beispiel mittels Ideenpostkasten mitreden.

Trotz aller menschlicher Hilfe: Erblühen müssen die Blumen nach dem langen, tristen Winter von alleine. Wenn der „Lockdown-Winter“ dann endlich vorbei ist, können wir uns an ihnen ein Beispiel nehmen!

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