Austria

French Open: Rodionov nach Fünfsatz-Thriller überraschend weiter

TENNIS-FRA-OPEN-MEN

© APA/AFP/THOMAS SAMSON / THOMAS SAMSON

Der österreichische Grand-Slam-Debütant bezwingt nach 0:2-Satzrückstand den französischen Routinier Jeremy Chardy.

Jurij Rodionov hat sein Debüt im Hauptbewerb eines Major-Turniers nach einer sensationellen Aufholjagd überraschend gewonnen. Der 21-jährige Niederösterreicher, der sich in Paris erstmals für ein Grand-Slam-Turnier qualifiziert hatte, lag am Sonntag gegen den Franzosen Jeremy Chardy schon 3:6,4:6 zurück, wehrte einen Matchball ab und gewann die restlichen Sätze nach 4:36 Stunden 7:6(6),6:4,10:8. Rodionov hat damit erstmals überhaupt ein Match auf Tour-Level gewonnen.

Er trifft nun entweder auf Borna Coric (CRO-24) oder Norbert Gombos (SVK). Am verregnet-kühlen Sonntag sicherte sich Rodionov damit seinen bisher größten Sieg. Der Schützling von Tour-Coach Javier Frana unter den Fittichen von Wolfgang Thiem hat ein Brutto-Preisgeld in Höhe von 84.000 Euro sicher.

Am Abend ist mit Dennis Novak ein zweiter Österreicher beim größten Sandplatz-Tennisturnier der Welt im Einsatz. Der 27-jährige Niederösterreicher bekam es mit dem als Nummer 6 gesetzten US-Open-Finalisten Alexander Zverev (GER) zu tun.

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Thiem am frühen Montagnachmittag

US-Open-Sieger Dominic Thiem steigt am Montag im zweiten Match nach 11.00 Uhr (KURIER.at-Liveticker) in die French Open ein. Der Weltranglisten-Dritte, der zuletzt zweimal im Endspiel von Roland Garros gestanden ist, bekommt es gleich zum Auftakt mit Marin Cilic (CRO) zu tun. Das Match findet auf dem Center Court statt, womit eine Austragung selbst bei Regen gesichert ist. Dieser Platz ist ja seit 2020 mit einem verschiebbaren Dach versehen.

Auch Österreichs einzige Dame ist am Montag im Einsatz: Qualifikantin Barbara Haas trifft auf Court 5 im zweiten Match nach 11.00 Uhr auf Hsieh Su-wei (TPE).

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Kalt und regnerisch

Die French Open haben am Sonntag gleich mit einigem Unbehagen begonnen. Denn das befürchtete Herbstwetter zeigte sich schon am Eröffnungstag des mit 38,41 Mio. Euro dotierten Tennis-Major-Turniers in Paris. So musste auch das Auftaktmatch von Qualifikant Jurij Rodionov gegen den Franzosen Jeremy Chardy unterbrochen werden. Zum Zeitpunkt der Unterbrechung stand es aus Sicht des Niederösterreichers 3:4, 30 beide, Aufschlag Rodionov. Nach einer kurzen Pause ging es aber weiter. 

Bereits zuvor war das Match der US-Open-Finalistin Viktoria Asarenka (BLR-10) gegen Danka Kovinic (MNE) unterbrochen worden. Asarenka wollte aber nicht auf dem Court warten, weil es der Weißrussin "viel zu kalt" war. Nach rund 40 Minuten kehrte das Duo zurück.

French Open tennis tournament at Roland Garros

Asarenka war's zu kalt

Leichter Regen und nur 8 Grad. Temperaturen, die es hin und wieder auch in der Frühlings-Ausgabe des Sandplatz-Klassikers gegeben hatte, werden in der wegen Corona um rund vier Monate verschobenen Edition wohl eher die Regel werden. "Nein, es hat 8 Grad, ich lebe in Florida und bin an heißes Wetter gewöhnt", sagte eine aufgeregte US-Open-Finalistin Viktoria Asarenka dem Supervisor. Dieser hatte die Spielerin gebeten auf dem Platz zu warten, ehe eine Entscheidung gefällt wird, ob weitergespielt werden kann.

Asarenka frage auch ihre Gegnerin, ob sie auf dem Platz warten wolle, die dies verneinte. "Nein, das ist lächerlich. Es ist zu kalt. Was macht das für einen Sinn hier wie die Enten zu sitzen?", sagte die Weißrussin und marschierte vom Platz. Nach rund 40 Minuten Unterbrechung ging es weiter. Die Favoritin gewann souverän 6:1 und 6:2.

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