Franz Morawetz entstammte einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Er kam 1789 im böhmischen Raudnitz (Roudnice) zur Welt und trug zunächst den Namen Samuel. Zahlreiche Handelsreisen führten ihn nach Sachsen. Als gelernter Tuchscherer war er auch mit dem Dekatieren oder Appretieren vertraut, bei dem Gewebe durch die Behandlung mit Dampf glänzend und widerstandsfähig gemacht wurden. Von einem russischen Major, der 1813 nach der Schlacht bei Kulm in Raudnitz einquartiert war, wurde Morawetz auf die russische Bäderkultur aufmerksam gemacht, und da er im technischen Umgang mit Dampf bereits Erfahrung besaß, war er in der Lage, ihm ein behelfsmäßiges Dampfbad zu bauen. 1825 lebte Morawetz als Handelsmann in Teplitz in Böhmen und erwarb ein Patent zu einer Verbesserung im Appreturverfahren.