Austria

FPÖ-Hofer: "Ich will kein Star sein"

NR-WAHL: INTERVIEW NORBERT HOFER (FPÖ)

© APA/HANS KLAUS TECHT / HANS KLAUS TECHT

Nach dem Wiener Wahldesaster beriet der freiheitliche Bundesparteivorstand, wie die Partei aus dem Tief kommt.

von Christian Böhmer

Der Sturz war beispiellos: Von mehr als 30 auf nun 7,1 Prozent - die Freiheitliche Partei hat bei der  Landtagswahl in Wien eine historische Schlappe erlitten. Und weil man angesichts eines solchen Desasters auch als Bundespartei nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann, beriet das freiheitliche Parteipräsidium am Mittwoch, welche Konsequenzen aus dem Ergebnis zu ziehen sind. 

Schon ab dem Wahlsonntag hatten diverse Landesparteiobleute versichert, dass es jedenfalls keine personellen Konsequenzen geben werden. Immerhin seien weder der Wiener Spitzenkandidat Dominik Nepp noch Bundesparteichef Norbert Hofer für das Ergebnis verantwortlich, sondern vielmehr Heinz-Christian Strache mit seinen Affären und der neuen Liste. 

"Es gab viel zu besprechen", sagte FPÖ-Chef Hofer Mittwochnachmittag in einer Sitzungspause. Eine der Lehren aus dem Wiener Ergebnis sei, dass man sich "nicht zu sehr darauf verlassen darf, dass eh alles passt". Die FPÖ müsse verhindern, dass Spitzenfunktionäre die Partei für ihre Zwecke kapern bzw. missbrauchen. Zweck der Partei sei sich für die Menschen einzusetzen.  "Es geht nicht darum, dass jemand ein Star wird." Er, Hofer, sei auch kein Star. "Ich bin ein normaler Typ, der einen Beruf gelernt hat und ein vernünftiges Leben führen will. Aber ich will kein Star sein."

Was die Zahlen und Dynamiken angeht, hat sich für die freiheitliche Parteispitze gezeigt, dass man bei Arbeitern und in Österreich lebenden und wählenden Serben bzw. Türken durchaus gut abschneide. "Wir haben aber Schwächen bei den gebildeten Bürgern", sagt Hofer. Sein Schluss daraus: "Wir müssen inhaltlich in die Tiefe gehen."

Bei der Frage der Inhalte definiert der Bundesparteiobmann drei Schwerpunkte: "Wir müssen stärker kommunizieren, dass wir für die Freiheit stehen - gerade während einer Corona-Krise, in der die Freiheit der Menschen stark eingeschränkt wird." Zudem seien die soziale Sicherheit und Verantwortung Kernthemen ("Die Krise sorgt für enorme Arbeitslosigkeit"). Und auch der Kampf gegen den politischen Islam und für die physische Sicherheit der Bürger seien zentrale Elemente für die Freiheitlichen. 

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